Veganer Aufstrich: Der Italiener

Habt ihr schon mal Brotaufstriche selbst gemacht? Ich habe damit letzte Woche begonnen und bin ganz begeistert wie einfach das geht und wie lecker es schmeckt. Als Basis benutze ich immer verschiedene Kerne, vorallem Sonnenblumenkerne. Die geben eine tolle Konsistenz und sind aber geschmacklich nicht so dominant, sodass man mit Kräutern und Gewürzen den Geschmack bestimmen kann. Also könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen… hier ist das erste Rezept: meine italienische Variante.

Das braucht ihr:

450 ml Wasser
4 TL Salz
250 g Zucchini
300 g Zwiebeln
6 Knoblauchzehen
275 g gemischte Kerne (Sonnenblumen-, Kürbis- und Pinienkerne)
4 EL Sonnenblumenöl zum Anbraten
3 Chillischoten
200 ml Sonnenblumenöl
1 Hand voll Kräuter (Basilikum, Ostindisches Baumbasilikum, Salbei)
2 TL Pfeffer schwarz
125 g getrocknete Tomaten (NICHT in Öl eingelegt)

Und so gehts:

Gebt die Kerne zusammen mit dem Wasser in einen Mixer und mixt solange bis ein Brei ohne Stückchen entsteht. Dann gebt ihr 200 ml Öl, die Chillischoten und Kräuter dazu und mixt nochmals. Je nachdem wie groß euer Mixer ist, müsst ihr vielleicht einen Teil des Breis herausnehmen, bevor ihr das Öl und die Kräuter zugebt. Ich habe von meinem Balkon normales Basilikum, Ostinidsches Basilikum (das ist etwas schärfer und intensiver im Geschmack) und Salbei verwendet. Ich kann mir das aber auch mit Rosmarin und Thymian echt gut vorstellen.
Schneidet die Zwiebeln, Knoblauchzehen und Zucchini in große Stücke und bratet diese in 4 EL Sonnenblumenöl an. Wenn die Zwiebeln braun anrösten gebt ihr die klein geschnittenen Tomaten dazu und köchelt auf mittlerer Flamme noch ca. 5 Minuten weiter. Gebt Salz und Pfeffer hinzu und zückt entweder euren Pürierstab oder gebt alles in den Mixer. Nochmals alles durchmixen bis ein homogener Brei entsteht. Nun solltet ihr euren Brei nochmals aufkochen bevor ihr ihn in sterilisierte Gläser füllt. Dazu müsst ihr nun unbedingt am Herd stehen bleiben und umrühren, damit nichts anbrennt. Wenn es anfängt langsam zu „ploppen“- blubbern tut es nicht, weil es zu fest ist, rührt ihr noch 5 Minuten und füllt dann ab. Gläser zuschrauben und fertig. Ergibt ca. 7 Gläser mit 100 bis 200 ml Inhalt. Ich schreibe deshalb „ca.“ weil ich immer verschiedene Größen befülle und deshalb das nicht ganz genau angeben kann.

Dieser Aufstrich passt gut zu Weißbrot oder als Dip zu Grissini o.ä. – auch könnt ihr ihn als Pesto verwenden und zu Nudeln essen. Wer möchte kann dann ja auch noch Parmesan dazu geben.

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2 Comments

  1. Anonym

    Hallo Tina,

    habe ja diesen wunderbaren Aufstrich auch gemacht. Leider ist er mir, trotz nochmaligem Aufkochen, in den Gläsern gegoren. Ich musste ihn schweren Herzens entsorgen. Kann man den Aufstrich nur gekühlt länger aufbewahren ? Dann wäre es vielleicht sinnvoller, nur die Hälfte der Zutaten zu verwenden.
    Liebe Grüße
    Rosi

  2. Tina Lecker

    Hallo Rosi,

    trotz nochmaligem Aufkochen ist der schlecht geworden? Komisch – ich habe immernoch ein Glas von diesem Aufstrich übrig, das noch völlig in Ordnung ist und bei mir bei Zimmertemperatur aufbewahrt wird. Vielleicht versuchst du einfach vorher das Gemüse und die Kerne noch länger zu kochen? Oder du kochst den Aufstrich im Glas nochmals ab, so wie man das mit Leberwurst macht.

    Liebe Grüße,
    Tina

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