Mozartkugeln zu Geigenklängen in der Mozartstraße

Kennt ihr den Blog Amor & Kartoffelsack von Sonja? Sie hatte eine wahnsinns Idee: Gugelhupf in der Gugelstraße zu essen. Aus dieser Idee heraus entwickelte sich ihr Blogevent Speisen unter freiem Himmel. Und weil ich diese Idee so wahnsinnig gut fand kommt hier mein musikalischer Beitrag.

Die Geige begleitet mich schon mein ganzes Leben. Als ich zwei Jahre als war habe ich bei der Sendung mit der Maus eine Geige spielende Grille gesehen. Davon angespornt bin ich dann, so erzählt es meine Mum, mit einem roten Eimer auf dem Kopf und zwei Stecken in der Hand (die Geige und Bogen darstellen sollten) durch den Garten gelaufen und habe dabei „Geige, Geige“ gerufen. Meine Mum hat dann nicht lange gezögert und mich zum Geigenunterricht angemeldet. Seit dem habe ich nie aufgehört. Schule, Abitur und Studium haben mich nie davon abgehalten zu spielen, eigentlich war mir die Musik immer das Wichtigste. Und das ist zum Glück heute noch so. Schon öfter habe ich Open Air gespielt. Mit dem Orchester ein Konzert im Park oder in einem kleinerem Ensemble einfach mal auf einer Wiese weil das Wetter so schön war oder auf der Hohenecker Musikwoche in dem Pavillon vor der Burg ein bisschen Volksmusik machen. Hach ich komme ins Schwärmen… und da habe ich mir überlegt, hat sich schon mal jemand in Fürth in die Mozartstraße gestellt, dort Geige gespielt und dabei Mozartkugeln gegessen? Wahrscheinlich nicht, aber: Ich machs!!!
Nun musste ich erst mal sehen wie man eigentlich historisch korrekte Mozartkugeln macht, also wenn ich ja schon Mozart dazu spiele, sollte das ja Hand und Fuß haben, oder? 😉 Bei Wikipedia bin ich dann schlauer geworden, die Konditorei Fürst produziert die Mozartkugel noch wie vor 125 Jahren: Pistazienmarzipan umgeben von Nougat in dunkler Schokolade. Also ran die Nüsse und los gehts.

Das braucht ihr:

Nougat:
400 g Zartbitter Schokolade mind. 50 %
400 g Haselnussmus
160 g gemahlene Haselnüsse
60 g Puderzucker

Pistazienmarzipan:
100 g Mandeln (klumpig, Beschreibung unten)
2 cl Pistazienöl
20 g gemahlene Mandeln
25 g Puderzucker
25 g gehackte Pistazien

Und so gehts:

Beginnt am Besten mit dem Nougat. Dafür schmelzt ihr Schokolade im Wasserbad und vermischt sie mit dem Haselnussmus. Das könnt ihr auch selbst machen, wie das geht? KLICK
Gebt dann noch gemahlene Haselnüsse und Puderzucker hinzu. Den Zucker solltet ihr in die Masse sieben, um Klümpchen zu vermeiden. Dann erst mal ab in den Kühlschrank damit für ca. 1 Stunde. Das Nougat sollt etwas fester werden sich aber kneten lassen, Raumtemperatur ist dafür ideal.
Für das Pistazienmarzipan braucht ihr blanchierte Mandeln die ihr im Mixer so lange malt, bis diese nicht mehr pulvrig sondern langsam klumpig werden. Ihr könnt aber auch schon gemahlene Mandeln nehmen und diese mit dem Pistazienöl im Mixer bearbeiten. Die Masse ist fertig wenn sie aussieht wie Knete. Dann gebt ihr Puderzucker, noch 40 g gemahlene Mandeln und gemahlene Pistazien (dazu einfach die gehackten Pistazien im Mixer feiner mahlen) hinzu. Alles gut verkneten und auch noch für eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
Wem das zu aufwändig , ihr könnt auch einfach fertiges Marzipan benutzen und dieses noch mit Pistazinöl und gehackten Pistazien vermischen. Dann benutzt ihr 100 g fertig Marzipan und gebt 25 g Pistazien und nur 1 cl Pistazienöl hinzu.
Aus dem Marzipan formt ihr kleine Kügelchen und kleidet diese mit Nougat ein. Dazu nehmt ihr jeweils ca. einen gehäuften TL Nougat und drückt ihn in der Hand flach, legt dann ein Marzipan Kügelchen hinein und drückt das Nougat rundherum fest, sodass das Marzipankügelchen eingeschlossen ist.
Nun wieder in den Kühlschrank und nach ca. 2 Stunden könnt ihr eure Mozartkugeln mit Zartbitterschokolade überziehen. Dann ein letztes Mal in de Kühlschrank zum Aushärten und dann könnt ihr sie auch schon vernaschen.

Nachdem die Kugeln fertig waren habe ich mir meine Geige samt Noten, einen Notenständer und die leckeren Mozartkugeln geschnappt und mich mit meiner Mum auf den Weg in die Mozartstraße gemacht, die bei mir um ein paar Ecken liegt.

Notenständer aufgebaut und Notenbereit gelegt, los gehts. Ehrensache, dass ich ein Stück von Mozart spiele. Das Divertimento in D-Dur KV 334/320b.

Die Anwohner waren etwas verblüfft, dass da auf einmal eine Frau mit Geige an der Straßenecke steht und spielt. 😉
Aber mir hats gefallen. 🙂

Dieses Rezept/Erlebnis reiche ich bei dem oben genannten Blogevent von Sonja ein und hoffe, dass mir die Glücksfee hold ist und mir eines der tollen Backsets beschert… 😉

Ausserdem  verabschiede ich mich jetzt erst mal für zwei Wochen in der Urlaub. Ich wünsch euch eine schöne Zeit und bis bald. Eure Tina

 

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