#antifoodwastechallenge Kürbispommes mit scharfem Ricotta Dip, Merguez mit Kürbisguacamole und gratinierten Tomaten und Schokoladen-Ricotta-Creme mit karamellisierten Aprikosen

„Hallo Tina, im September starten wir die  #antifoodwastechallenge und hoffen, du bist mit dabei!“
Das war der erste Satz, in der Mail von MARLEY SPOON, die damit auf die weltweite Lebensmittelverschwendung aufmerksam machen wollen. Deshalb verschickt MARLEY SPOON Pakete an einige Blogger mit Zutaten und wir müssen dann auschließlich aus diesen etwas kochen. Spannende Geschichte, dachte ich und sagte natürlich sofort zu. Hier seht ihr schon mal die 3 Gänge meines Menüs, die Rezepte folgen weiter unten.

Vorspeise Kürbispommes mit scharfem Ricotta-Dip


Hauptgang Merguez Würstchen mit Kürbisguacamole und gratinierten Tomaten

Dessert Schokoladen-Ricotta-Creme mit karamellisierten Aprikosen

Aber fangen wir nochmal ganz von vorne an. Das Paket, das bei mir ankam war mit richtig leckeren Sachen gefüllt, aber seht selbst:

Der Inhalt der tollen MARLEY SPOON Tüte
1 Hokkaido Kürbis
100 g Parmesan
250 g Ricotta
38 g Bitterschokolade 72%
1 Limette
2 Chillischoten
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
250 g Cherrytomaten
15 getrockente Aprikosen
5 Zweige frischer Thymian
3 Merguez Würstchen mediterran

Das kommt noch von mir dazu: Olivenöl, Bockshornklee, Mascobado Rohrzucker

Kürbispommes mit scharfem Ricottadip

1/2 Hokkaidokürbis
Olivenöl
Salz und Pfeffer
150 g Ricotta
1/2 Chillischote
1/2 Limettensaft
5 Thymianzweige
1/2 TL frisch gemahlener Bockshornklee
Salz
Pfeffer weiß
Saft einer halben Limette

Und so gehts:

Heizt zuallererst den Ofen auf 180 °C Umluft vor. Und beginnt dann mit dem Dip, denn der soll ja ein wenig ziehen. Dazu bratet ihr in einer Pfanne den Thymian, Chilli und Bockshornklee in 1 El Olivenöl an. Rührt den Ricotta mit Limettensaft, Salz und weißem Pfeffer an und gebt das gewürzte Öl mit hinein. Nochmals gut umrühren und erst mal stehen lassen. Nun halbiert ihr den Hokkaido Kürbis und entfernt die Kerne mit einem Löffel. Rührt in einer kleinen Schüssel 3 EL Olivenöl mit etwas Salz und Pfeffer an. Schneidet den Kürbis in Spalten, bepinselt diese mit dem gewürzten Olivenöl und legt sie auf ein Backblech. Dann ab damit in den Ofen für ca. 25 Minuten. Probiert am Besten ein kleines Stück vom Kürbis bevor ihr ihn aus dem Ofen holt, denn es kommt auch auf den Kürbis an, wie lange die Pommes tatsächlich brauchen. Wenn er fertig ist sollte er eine Konsistenz wie eine gekochte Kartoffel haben.

Kürbis Guacamole

1/2 Hokkaido Kürbis
1/2 Chilli Schote
9 Cherry Tomaten
1 gestrichener TL Salz
Saft einer halben Limette
1 Schalotte

150 ml Wasser

Und so gehts:

Die andere Hälfte des Kürbis (die von den Pommes übrig bleibt) schneidt ihr in ca. 2 cm große Würfel und bratet diese in 1 EL Olivenöl an bis alle Stückchen leicht angebräunt sind. Löscht dann mit 150 ml Wasser ab und gebt die halbe übrig gebliebene Chillischote mit in den Sud, Deckel drauf und für ca. 30 Minuten auf niedriger Stufe köcheln lassen bis der Kürbis so weich ist, dass er zerdrückt oder püriert werden kann. Kontrolliert zwischendruch ob ihr nochmals Wasser zugeben müsst, wenn ja tut das aber immer nur in 50 ml Portionen. Bevor ihr dann püriert/zerdrückt nehmt die Chillischote wieder heraus.(Wer es richtig scharf mag, kann natürlich auch mehr Chilli zugeben, ich bin aber was das angeht ein kleines Weichei 😉 )
Schneidet nun die Cherry Tomaten und die Schalotte in kleine Würfel und würzt diese schon mal mit etwas Salz. Das fertige Kürbispürree gebt ihr mit dazu und vermischt es mit dem Limettensaft zu einer homogenen Masse. Schmeckt nochmal mit Salz ab, aber immer schön prisenweise.

Gratinierte Tomaten

8 Cherry Tomaten
1 Knoblauchzehe
1 Schalotte
2 EL frisch geriebenen Parmesan
Salz
Pfeffer
1 Zweig frischer Rosmarin

Und so gehts:

Die restlichen Cherrytomaten (bei mir waren es noch 8 Stück) halbiert ihr und gebt sie zusammen mit Olivenöl, Salz, Pfeffer, Parmesan und dem Rosmarin in eine kleine Auflaufform. Backt eure Tomaten dort bei 180 °C nur so lange, bis der Käsegeschmolzen ist. Ca. 10 Minuten.

Schokoladen-Ricotta-Creme mit karamellisierten Aprikosen

100 g Ricotta
38 g Bitter Schokolade von OMBAR 72%
1 TL gemahlene Bourbon Vanille
6 getrocknete Aprikosen
2 EL Mascobado Zucker

Und so gehts:

Schmelzt die Schokolade im Wasserbad und verührt diese zusammen mit Vanille und Ricotta zu einer homogenen Creme. 4 der 6 Aprikosen schneidet ihr in Würfel und karamellisiert sie mit dem leckeren Zucker (natürlich könnt auch einen anderen Zucker nehmen, aber der Mascobado hat von Natur aus so ein tolle Karamell Note). Dazu stellt ihr eine Pfanne auf den Herd und bedeckt den Boden mit 2 EL Zucker. Stellt den Herd auf mittlere Stufe, niemals auf die höchste sonst verbrennt euch der Zucker und das stinkt. Wenn der Zucker zu schmelzen beginnt gebt ihr die Aprikosenwürfel dazu und rührt um bis alle Aprikosen vom Zucker ummantelt sind. Gebt sie dann auf ein Backpapier und lasst sie auskühlen. 2 der Aprikosen schneidet ihr in dünne Längsstreifen – auch die kommen mit auf die Creme – sieht einfach hübsch aus von den Farben. Legt dann noch karamellisierte Aprikosen darauf – LECKER.

Fazit

Ziel der Challenge war es ja, dass alle Zutaten verbraucht werden, ok ich habs nicht ganz geschafft. Aber der geriebene Parmesan kann für die nächste Pasta benutzt werden und die Chilli, sorry MARLEY SPOON die waren einfach so scharf, dass ich mit einer Schote völlig bedient war. 😉 Ansonsten war alles weg und reichte für zwei Personen, bis auf: die Würstchen. 3 Würstchen waren für zwei Personen einfach zu wenig. Mindestens 4, besser noch 6 hätten es schon sein dürfen. Ansonsten finde ich das Konzept gut, Zutaten für ein Essen zu bekommen, denn so bleibt wirklich nichts übrig. Die Challenge hat wirklich Spaß gemacht und ich hatte einen schönen Nachmittag mit meiner Freundin Franzi.
Kaufen würde ich mir ein solches Paket allerdings nicht. Ich sehe schon, dass das Kreieren eines Rezeptes Zeit und Geld kostet, sicherlich ist auch das herstellen einer Rezeptkarte nicht so billig (Fotos machen, Redaktioneller Beitrag). Trotzdem sind mir 24 Euro (denn ein Gericht kostet 12 € pro Person) dann doch zuviel alleine für die Zutaten, zumal ich denke, dass ich die Zutaten im Bioladen um die Ecke sogar günstiger bekomme. Auch brauche ich persönlich keine Rezeptkarte, weil ich eh jemand bin, der nicht gerne nach vorgegebenen Rezepten kocht. Auch denke ich, dass dieses Konzept nichts für jeden Tag ist. Wer aber mal Lust hat zu einem besonderen Anlass zu Kochen, grundsätzlich nicht so gut einschätzen kann wieviel er für wieviele Personen braucht, und es toll findet Pakete zugeschickt zu bekommen, für den kann das Konzept stimmig sein.

Zu Marley Spoon

Last but not least darf ich noch einen Blogger für die nächste Runde nominieren. Ich nominiere: Sonja von http://amorundkartoffelsack.blogspot.de/.

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