Johannisbeermarmelade mit Agar Agar

Ich mache URLAUB – vom 01.08. bis 16.08.15 bitte seht es mir nach, wenn ich in dieser Zeit nicht so schnell auf Kommentare reagieren kann.

Der letzte Post vor dem Sommerurlaub. Ab Samstag bin ich mit dem Rad unterwegs in den hohen Norden. In 10 Tagen wollen wir von Nürnberg aus an die Nordseeküste radeln und dort am Ende noch ein paar Tage ausspannen. Für euch gibt es aber natürlich noch ein tolles Rezept – das euch hoffentlich zum Kreativ-Sein animiert. 🙂

Habt ihr schon mal Marmelade mit Agar Agar gemacht? Ich bisher noch nicht – aber ab jetzt werde ich sie nur noch so herstellen. Meine letzten Vorräte an Gelierzucker habe ich schon verschenkt. Die Konsistenz wird dadurch wunderbar cremig und nicht so wackelpudding-artig wie mit dem üblichen Gelierzucker. Ausserdem könnt ihr so natürlich die Süße eurer Marmelade selbst bestimmen. Einfach grandios – ihr merkt schon – aus dem Staunen komme ich gar nicht mehr heraus. Ich habe als erstes eine Marmelade mit Johannisbeeren getestet, die ich auf einem Feld zum selber Pflücken geerntet habe.

Das braucht ihr:

1100 g Johannisbeeren (ergibt 750 g Saft)
200 g Agavendicksaft
4 g (ca. 2 gestr. TL) Agar Agar (gibts im Bioladen)

Und so gehts:

Zunächst wascht ihr die Johannisbeeren und kocht sie in einem Topf bei schwacher Hitze auf, bis sie platzen. Dann könnt ihr die durch ein Sieb passieren und die Kerne und Schalen entfernen.
Wer diese nicht wegschmeissen möchte, kann damit übrigens einen tollen Likör aufsetzen. Einfach in einer Flasche mit Korn aufgießen und ziehen lassen. Nach ca. 2 Monaten kann man dann noch soviel Zucker hinzugeben wie man mag und hat einen fruchtigen Likör.
Aber genug davon – es geht ja um die Marmelade. Nach dem Passieren hatte ich 750 ml Saft und habe diesen mit 200 g Agavendicksaft gesüßt. Probiert einfach wie süß ihr es gerne mögt. Ich mag es lieber säuerlich. Da man sehr wenig vom Agar Agar braucht verändert dieser auch den Geschmack eure Gemisches nicht.

Ich habe nun mit 4 g Agar Agar (2 g Agar Agar pro 500 g) gemischt und im Topf langsam zum kochen gebracht. Ca. 2 Minuten sollte der Saft kochen, dann kann er auch direkt in Marmeladengläser abgefüllt werden. Stellt diese für ca. 5 bis 10 Minuten auf den Kopf und dreht sie dann um – das ist nötig, damit die Gläser ein Vakuum ziehen und die Marmelade nicht verdirbt. Das Gelieren mit Agar Agar dauert relativ lange (ca. 3 Stunden), wenn ihr also die Gläser etwas länger auf dem Kopf stehen lasst macht das auch nichts.

Als Faustregel gilt: pro 500 g schon gesüßte Früchte oder Fruchtsaft braucht ihr 2 g Agar Agar. Den gibt es z.B. im Bioladen zu ca. 3 € für 30 g. Damit ist er auch noch viel günstiger als herkömmlicher Gelierzucker. Zum Süßen könnt ihr natürlich auch normalen Zucker, Ahornsirup oder Honig verwenden. Auch Süßstoff ist möglich. Eurer Kreativität sind wirklich keine Grenzen gesetzt.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Experimentieren!
Gehabt euch wohl, eure Tina.

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5 Comments

  1. Sabine

    Das sieht ja sehr lecker aus und ich würde das auch gerne mal ausprobieren. Mich hat es bis jetzt immer nur davon abgehalten, da ich schon öfters gelesen habe, dass das Agar Agar einen schlechten Nachgeschmack hat. Gibt es Unterschiede bei den Herstellern und welches würdest du empfehlen.

    LG Sabine

  2. Tulpentag

    Mit Agar Agar hab ich noch nie Marmelade gekocht. Einen Versuch ist es aber wert, vor allem weil mir der Gelierzucker bei manchen Früchten zu süß ist. 🙂 Dankeschön für den Tipp 🙂
    Lieben Gruß,
    Jenny

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