Baggers mit Apfel-Senf-Chutney

Habt ihr Essen, das ihr aus eurer Kindheit kennt? Zu meinem 1-jährigen Geburtstag habe ich nach euren liebsten Kindheitsrezepten gesucht und da kamen wirklich tolle Leckereine zusammen. Wer sich nochmal durch die Rezepte klicken möchte, bitte einmal hier entlang: KLICK
Ein Rezept aus meiner Kindheit sind die Baggers mit Apfelmus – für die meisten von euch wohl eher bekannt als Kartoffelpuffer. Meine Mum hat dieses feine aber einfache Kartoffelgericht öfter gekocht. Toll, mit selbstgemachtem Apfelmus und so ein bisschen Wohlfühlessen. Heute habe ich dieses Gericht neu interpretiert und statt dem klassischen Apfelmus ein feines Apfel-Chutney gekocht und die Baggers mit Käse aufgepeppt.

Das braucht ihr:

Für ca. 20 Baggers:
1 kg Kartoffeln
3 TL Salz
2 Eier M
1 geh. EL Stärke
100 g Emmenthaler
100 g Bergkäse

Für das Chutney:
100 g Zwiebeln
300 g säuerliche Äpfel
1 geh. EL Zucker
3 EL Distelöl
3 Nelken
50 ml Reisessig (oder andere milder Essig)
50 ml Wermuth
50 ml Wasser
1 TL Rotisseur Senf

Und so gehts:

Die angegebene Menge reicht für 4 Personen, das sind dann für jeden ca. 5 Baggers und dazu ca. 100 g Chutney.
Zunächst müssen die rohen Kartoffeln geraspelt werden. Ich habe etwa 3/4 der Menge (750 g) grob und den Rest fein gerieben. Die Kartoffeln dann gleich salzen, damit sie Wasser verlieren. Lasst die Kartoffeln so ca. 30 Minuten stehen.

Für das Chutney würfelt ihr die Zwiebeln fein und dünstet sie in etwas Öl glasig. Gebt dann den Zucker hinzu und karamellisiert die Zwiebeln. Löscht mit Wermuth und Reisessig ab und gebt die restlichen Zutaten hinzu. Köchelt nun auf niedriger Flamme bis ihr eine leicht pampige Konsistenz erhaltet. Die Äpfel sollten teilweise noch stückig sein.

Das Wasser, das von den Kartoffeln abgetropft ist solltet ihr dann abgießen, aber die Stärke, die sich abgesetzt hat, in der Schüssel belassen. Diese brauchen wir für die Baggers, damit diese zusamenhalten. Vermischt also die Kartoffeln mit der aufgefangen Stärke, gebt noch einen zusätzlichen EL Stärke hinzu und vermischt das Ganze mit den Eiern und dem fein geriebenen Käse.
In einer Pfanne bringt ihr Margarine oder Öl zum schmelzen und backt dann die einzelnen Baggers aus, indem ihr kleine Häufchen in die Pfanne setzt und diese etwas zusammen drückt. Bratet auf mittlerer Flamme, solange, bis die Unterseite goldbraun ist. Wendet dann und backt auch die andere Seite fertig. Wendet die Baggers bitte nicht öfter, sonst könnten sie auseinander fallen.

Nachdem die Baggers fertig gebacken sind, legt ihr sie noch kurz auf ein Küchentuch, damit das überschüssige Fett aufgesogen wird. Serviert sie dann zusammen mit dem Chutney auf einem Teller. Guten Appetit, eure Tina.

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4 Comments

  1. Peter Tessgie

    Frage zur Menge der Kartoffel: wenn 3/4 bei Dir 1500 g sind, hast Du dann vielleicht 2 kg genommen?
    Ich werde dass schon irgendwie hinkriegen mit den Mengen, passt so aber nicht ganz.
    Ansonsten auch für mich ein Rezept mit hohem Erinnerungswert an die Kindheit. Und die Oma hat immer ein paar mehr gemacht, die wurden am nächsten Tag in mundgerechte Stücke geschnitten, dann hat sie 2 oder 3 Eier mit etwas Schnittlauch verrührt (Art Rührei), die Eimasse in die Pfanne gegeben und dann die Reibekuchen (so heißen die Puffer im Rheinland) stücke hinein und alles schön miteinander verrührt. Fast noch besser als das Original mit Apfelmus am ersten Tag. Oma hat dazu dann eine handgebrühte Tasse heißen Kaffee getrunken. Da ich die alte Kaffeemühle von Oma noch habe, mache ich es noch heute so und denke dann immer an die beste Oma der Welt.

  2. Tina von LECKER&Co

    Lieber Peter,

    ach du meine Güte, du ahst recht. Da hatte ich mich verschrieben. Ich habe 1 kg Kartoffeln verwendet dann sind 3/4 natürlich 750 g. Habs gleich korrigiert, danke, dass du so aufmerksam warst.

    Die Erinnerung an deine Oma ist ja wirklich schön, mit Eiern und Schnittlauch kenne ich das noch nicht – werde ich aber definitiv probieren. Ich mache das nächste Mal auch einfach ein paar mehr. 🙂

    Liebe Grüße, Tina

  3. Anna

    Hm, das sieht ja wirklich köstlich aus! Es ist zwar erst kurz nach neun, aber da bekomme ich gleich Hunger, haha! 😉 Muss ich die Tage mal nachkochen! Meinst du, den Wermut im Chutney kann ich auch weglassen? Bin mir a) nicht sicher, wo ich den bekomme, und b) weiß ich gar nicht so recht, ob ich den Geschmack überhaupt mag… auf jeden Fall aber ein tolles Rezept, danke dir! Anna

  4. Tina von LECKER&Co

    Liebe Anna,

    also 9 Uhr ist doch kein Argument gegen Baggers?! 😉 Die kann man mit gutem Gewissen zu allen Tages- und Nachtzeiten genießen. 😉

    Klar, du kannst den Wermut auch weglassen. Stattdessen kannst du z.B. auch einen milden Weißwein verwenden oder einfach Wasser zugeben. Wermut bekommt man allerdings in jedem gut sortierten Supermarkt, ich habe meinen bei Edeka gekauft. Vom Geschmack her erinnert Wermut ein wenig an Martini – wenn dir das schmeckt, magst du auch den Wermut gerne.
    Übrigens gäbe es noch ein anderes Rezept in dem ich Wermut verwendet habe: Linguine mit Garnelen und Fenchel – soooo lecker. Und der Wermut gibt den letzten Kick.

    Liebe Grüße, Tina

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