Blueberry-Cheesecake-Tarte

Heute muss ich doch einiges zu diesem Rezept erzählen… da wäre die morgendliche Suche nach den Heidelbeeren, 10 kg Äpfel und das Angebot die Konditorei Steinert zu übernehmen. Aber der Reihe nach:
Ihr wisst ja, dass ich unheimlich gerne Beeren im Wald sammeln gehe. Ich finde es einfach toll durch die Wälder zu streifen, mit einem Körbchen in der Hand und einem roten Mäntelchen an – ach nee, moment da verwechsle ich grade was – und fern ab der Wege die Sträucher nach den feinen Heidelbeeren abzusuchen.
Da ich Anfang August in Urlaub gefahren bin und ich mir sicher war, das nach meiner Rückkehr keine Heidelbeeren mehr da sein werden musste ich noch kurz vorher ernten. Also habe ich mich früh um 6 Uhr (!) – ja, soweit geht meine Liebe zu den Waldfrüchten – mit meiner Mum im Reichswald bei Erlangen getroffen um dort Heidelbeeren zu ernten. 2,5 Stunden lang haben wir gepflückt und sind glücklich und mit violetten Fingern mit einem Kilogramm der blauen Früchte nach Hause gefahren. Dort habe ich diese dann sofort eingefroren um irgendwann später ein leckeres Rezept damit zu kreieren. Und das stand nun an. Meine Mum war wieder fleißig und hatte Äpfel in rauen Mengen auf freiem Feld „gesammelt“ (geklaut klingt etwas zu hart, oder?). Wir verabredeten uns also zum gemeinsamen 10 kg Äpfel verarbeiten, und weil sie auf dem Weg von der Sammelstelle zu mir an der Konditorei Steinert in Reichenschwand vorbei kam, die übrigens den leckersten Käse-Mohnkuchen auf der gaaaaaanzen Welt verkaufen, brachte sie mir da auch gleich ein paar Stücke mit. Da stand sie nun also im Laden und rief mich an, um mich zu fragen, wieviele Stücke ich denn haben möchte. Und ich bat sie dann gleich mal, den Inhaber und Konditormeister nach ein paar Tipps zum Käsekuchen zu fragen. Kurzerhand übergab sie ihm den Hörer und Herr Steinert und ich schwatzen ein wenig. „Wenn Sie so begeistert backen, könnten Sie doch meinen Laden übernehmen- ich höre nämlich in 2 bis 3 Jahren eh´ auf und mein Sohn will nicht.“ Total süß, oder? Und dann fragte ich ihn wie er den Käsekuchen macht. Ok, alles hat er mir nicht verraten, aber zumindest drei ganz wichtige Dinge: 1. keine Sahne kommt in den Käsekuchen, 2. viele Eier und 3. nachdem der Kuchen ca. 40 Minuten gebacken hat, sollte man ihn aus dem Ofen holen und ca. 2 Minuten stehen lassen, bevor man ihn wieder in den Ofen schiebt und fertig backt. So verhindert man nämlich, dass die Decke hochgeht, aufreisst und dann  wieder in sich zusammen fällt. Gut, also genau diese Tipps habe ich mir zu Herzen genommen und heraus kam diese wahnsinnig leckere Cheesecake-Tarte mit Heidelbeeren, die ihr hoffentlich gleich nachbackt.

Das braucht ihr:

Für den Mürbteig:
125 g Mehl
50 g Puderzucker
1 Eigelb
1 Prise Salz
1 EL kalte Milch
1/4 gestr. TL Zimt
1/2 gestr. TL Bourbon Vanille
60 g Butter

Für die Füllung:
500 g Quark
4 Eier
Abrieb einer halben Zitrone
80 g Puderzucker
1 TL Bourbon Vanille

150 g Heidelbeeren
Margarine zum Einfetten
etwas Semmelbrösel zum Form ausstreuen

Und so gehts:

Für eine Tarteform mit 30 cm Durchmesser.
Gebt in eine Schüssel Mehl, Puderzucker, Salz, Zimt, Vanille und Milch und schneidet die Butter in Flöckchen darüber. Nun verknetet ihr alles gut zu einem homogenen Teig, wickelt ihn dann in Frischhaltefolie und lasst ihn für ca. 1 Stunde im Kühlschrank ruhen.
Ihr könnt dann schon mal die Form einfetten und den Boden mit Semmelbrösel ausstreuen, so verhindert ihr, dass später der Teig am Boden festklebt.

Für die Füllung verrührt ihr einfach alle Zutaten in einer Schüssel und stellt diese solange kalt, bis der Teig in der Form liegt. Die Eiweiße müssen nicht steif geschlagen werden, das führt nämlich dazu, dass der Käsekuchen aufgeht und wieder in sich zusammenfällt.

Nun rollt ihr den Mürbteig auf einer bemelten Silikonmatte oder einem bemehlten Backpapier aus und legt dieses dann verkehrt herum über die Tarteform, so könnt ihr den Teig nämlich einfach in einem Stück in die Form bekommen. Drückt den Teig fest und füllt dann den Quark ein. Verteilt nun noch die Heidelbeeren oben auf dem Kuchen und backt ihn dann bei 180 °C Umlft für 20 Minuten. Dann holt ihr den Kuchen heraus, lasst ihn ein paar Minuten stehen und backt ihn nochmals für 25 Minuten. Ihr erinnert euch? Durch das heraushoolfen verhindern wir, dass der Kuchen zu sehr aufgeht und dann wieder in sich zusammenfällt.

Von dem Mürbteig ist ja noch ein Ei übrig geblieben. Wer möchte kann daraus Baiser machen und diese auf die Tarte spritzen, bevor er gebacken wird. Dabei gilt ungefähr 50 g Puderzucker pro Eiweiß. Ich persönlich mag Baiser nicht so gerne, deshalb mache ich das nicht auf meine Kuchen.

Ich bin gespannt, wie euch der Käsekuchen mit diesen Tipps gelingt, eure Tina.

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