Buchweizen-Hagebutten-Törtchen mit Frischkäse-Vanille-Topping

Meine liebe Freundin Franzi wurde 30. Ist das nun ein freudiges Ereignis für eine Frau oder Grund das Leben nochmal zu überdenken? So sicher, war sich da ihr Freund auch nicht und deshalb hat er klamm heimlich ihre Freunde eingeladen um Sie an ihrem Geburtstag zu Hause mit einer Diskussionsrunde alias Party zu überraschen. Ob ich was beisteuern solle, fragte ich ihn und er nahm das Angebot gerne an und fragte nach einem Dessert. Gut, mache ich gerne. So aber dann ging es ja mal los… Franzi mag keine Mousse und keinen Pudding, und auch keine Sahne oder Puddingcremes – zusätzlich ist dann noch Gluten ein Problem. Da stand ich also… was neues und besonderes wollte ich für sie machen, und da ich erst in der Woche vorher leckeres Hiffenmark zubereitet habe, weil es ja überall Hagebutten gab, dachte ich mache ich etwas damit. Buchweizen kam mir dann als glutenfreies Getreide in den Sinn und so schusterte ich mir ein Rezept zusammen. Ein bisschen Frischkäse mit Vanille als Topping obendrauf und fertig waren die kleinen Geburtstagstörtchen.

Das braucht ihr:

125 g Buchweizenmehl (gibts im Biomarkt)
4 Eier (M)
125 g weiche Butter
150 g Zucker
Prise Salz
125 g gemahlene Haselnüsse
1 TL Bourbon Vanille (oder 1 Pck. Vanillezucker)
1 Pck. Backpulver

100 g gesüßtes Hagebuttenmark (für einen großen Kuchen ca. 200 g)

80 g Frischkäse
10 g Zucker
1/2 TL Bourbon Vanille

Und so gehts:

Heiz den Ofen auf 180 °C Umluft vor.
Trennt die Eier und schlagt das Eiweiß steif. Stellt dieses zu Seite und rührt die Eigelbe mit dem Zucker und der Butter schaumig. Gebt dann Buchweizenmehl, Haselnüsse, Backpulver, Salz und Vanille dazu und verrührt zu einem glatten Teig. Hebt nun den Eischnee unter.

Wenn ihr wie ich kleine Törtchen backen wollt gießt ihr den Teig in ein flaches Backblech und backt den Bisquit für ca. 25 Minuten. Wenn ihr einen runden Kuchen machen möchtet nutzt eine ca. 26 cm große Springform. Die Backzeit verlängert sich dann natürlich. Ich schätze ca. 40 Minuten. Stäbchentest solltet ihr aber in jedem Fall machen.

Wenn eure Bisquit fertig gebacken und ausgekühlt ist könnt ihr kleine Kreise ausstechen und jeweils zwei davon aufeinander setzten und mit Hagebuttenmarmelade zusammenkleben.

Verrührt dann noch den Frischkäse mit Zucker und Vanille und spritzt kleine Häubchen auf die einzelnen Törtchen.

Ich habe dann noch mit etwas Puderzucker bestäubt, weil ich das sehr hübsch fand. 🙂

Lasst es euch schmecken, eure Tina.

Übrigens war Franzi total überrascht und hat gar nicht gecheckt, dass hier gleich eine Party stattfinden soll. Da wir beide fast Nachbarn sind, wir wohnen nur 100 m auseinander, war sie auch gar nicht verwundert, als ich mit Kuchen vor der Tür stand. Ich könne ja auch einfach so vorbei kommen. Nachdem aber dann der 10. Gast die Wohnung gestürmt hatte und sie dreimal an der Freisprechanlage zu hören bekam „Die Pizza ist da!“ wurde sie auch misstrausisch und freute sich riesig. Eine gelungene Überraschung!

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5 Comments

  1. Tina von LECKER&Co

    Liebe Karin,

    ich war vor zwei Wochen an der Küste, habe auf Langeoog auch Hagebutten gesammelt und auch daraus Hiffenmark gekocht. Stimmt – im Norden gibt es unheimlich viele davon.

    Bin gespannt, was du sagst, wenn du die Marmelade gekocht hast.

    Liebe Grüße, Tina

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