Stollen mit Rosinen, Korinthen, Orangeat und Zitronat

Stollen

Habt ihr schon mal selbst Stollen gebacken? Ich mache das seit Jahren, weil ich die gekauften aus einem ganz bestimmten Grund nicht mag: Industrie-Orangeat und Industrie-Zitronat. Dieses künstlichen Gummiwürfel ohne Geschmack – also, naja, sie schmecken ja schon nach etwas… aber eben nicht natürlich nach Orange oder Zitrone.

Vor vielen Jahren war ich deshalb auf der Suche nach richtigem Orangeat und Zitronat, also echten kandierten Zitrusschalen. In einem kleinen Gewürzladen in Nürnberg wurde ich fündig. Und seit dem backe ich meinen Stollen selbst.

Dieses Jahr wollte ich dann allerdings noch „einen drauf setzen“ und mein Orangeat und Zitronat selbst machen. Schalen kandieren ist ja auch nicht so schwer und das selbst Gemachte gibt diesem feinen Stollen einfach ein unglaubliches Aroma. Das Rezept für das selbstgemachte Orangeat und Zitronat findet ihr hier: KLICK

Bekommt übrigens keine Panik, wenn ihr Euch bei diesem Stollen etwas schwer tut mit dem Kneten. Der Teig ist sehr schwer und daher braucht es etwas Kraft ihn in Form zu bringen. Das ist aber ganz normal und der Geschmack entschädigt für alles!

Das braucht ihr:

Für den Stollen:
600 g Mehl
100 g Zucker
300 g Butter
250 g gehobelte Mandeln
250 g Rosinen (ich mische gerne Rosinen und Korinthen)
4 Eidotter
200 g Zitronat und Orangeat gemischt
Prise Salz
1 Würfel frische Hefe
60 ml lauwarme Milch

Nach dem Backen:
200 g Butter
250 g Puerzucker

Und so gehts:

Löst die Hefe mit einem TL Zucker in der lauwarmen Milch auf und stellt diese Mischung auf die Heizung. Lasst die Mischung solange darauf stehen, bis sich ein fester Schaum bildet. Das ist das Zeichen, dass die Hefe aktiv ist und sich vermehrt.

Vermischt dann die Hefemilch mit dem Mehl, dem Zucker und der Butter zu einem glatten Teig und stellt auch diesen Teig auf die Heizung bis sich sein Volumen verdoppelt hat.

Schneidet das Orangeat und Zitronat in kleine Würfel, und gebt dieses und die restlichen Zutaten zum Teig. Verknetet alles gründlich und formt euch einen Stollen. Das ist sehr anstrengend und ich denke mir jedes Jahr: „Habe ich einen Fehler gemacht? Habe ich zu viel Mehl verwendet“ Aber, es ist ganz normal, dass es so viel Kraft kostet und anstregend ist und das Rezept ist genau richtig so. Jedes Jahr!

 

Legt den Stollen nun nochmals für ca. 30 Minuten auf die Heizung und lasst ihn etwas gehen. Der Teig geht jetzt nicht mehr wirklich sichtlich auf, braucht aber die Ruhephase.

Backt euren Stollen anschließend bei 130°C Umluft für 45 Minuten. Macht die Stäbchenprobe, bevor ihr ihn herausholt.

Schmelzt die 200 g Butter und bestreicht den noch ofenwarmen Stollen mit der flüssigen Butter. Bestäubt sofort mit Puderzucker, solange, bis sich dieser nicht mehr durch die flüssige Butter auflöst. Dann nochmals Butter aufstreichen und wieder Bestäuben. Das macht ihr solange, bis die Butter und der Puderzucker aufgebraucht sind. Bei mir waren es 4 Schichten.

Anschließend verpackt ihr den Stollen direkt in Backpapier und lasst ihn für mindestens 2 Wochen ziehen.

Da ich meinen Stollen erst vorgestern gebacken habe, muss er natürlich auch noch etwas ziehen, bevor ich euch den Anschnitt zeigen kann.

Lasst es euch schmecken, eure Tina.

Christstollen mit selbstgemachtem Orangeat und Zitronat

Stollen mit Puderzucker bestäuben

Stollen mit Butter bepinseln

Stollen in Backpapier eingepackt

2 Comments

  1. Eva

    Liebe Tina
    das ist ganz grosses Kino 🙂 Ich freue mich schon sehr, das nach zu backen. Ein kleiner Flüchtigkeitsfehler ist in der Backanleitung im ersten Satz. Man löst nicht die Milch in Milch auf, sondern die Hefe in der Milch.
    Einen wunderschönen Tag und herzlichen Dank für das Rezept
    Eva

    1. Tina

      Liebe Eva,

      vielen lieben Dank fürs Aufpassen. Ich hab den Fehler gleich korrigiert.
      Ich bin schon jetzt wieder gespannt, wie ein Flitzebogen, wie er dieses Jahr schmeckt.
      Und vielen lieben Dank für deine lieben Worte! Sag mir unbedingt bescheid, wie Dir dieser feine Stollen schmeckt! 🙂

      Liebe Grüße,
      Tina

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