Flying Dinner in 7 Gängen | Kochen für Fremde

Vor knapp zwei Wochen veranstaltete ich mein aller erstes Flying Dinner bei mir zu Hause. Wie das genau ablief? Nun, ich lud 11 Menschen zu mir ein sich bei mir zu Hause von mir bekochen zu lassen. Das ist ja erst mal nicht besonders ungewöhnlich, jeder hat schließlich schon mal Freunde oder Familie bekocht.

Aber das Spannende dabei war, dass ich meine Gäste nicht kannte. 11 Fremnde Menschen traten an diesem Abend über meine Schwelle und freuten sich darauf von mir bekocht zu werden.

Über die Platform TastePlease.com erstellte ich meine Menü Idee und nun konnte jeder der mag, sich bei mir einbuchen. Ich war schon ziemlich gespannt, wer da wohl kommen würde?

Wie das alles letzlich aussah? Schaut euch doch mal das Video von diesem Abend an.

Am 14.12. startete ich um 7:30 Uhr und bereitete alle Gerichte, so weit es ging, in meiner Küche vor.

Was sind das wohl für Menschen, die sich auf dieses Abenteuer einlassen bei einer Fremden zu Hause zu speisen? Ich kann euch eines sagen: es sind Menschen wie Du und ich, die zu mir kamen. Ein bunt gemischter Haufen begeisterter Esser. Unter anderem ein Koch, eine Bankkauffrau, ein Steuerberater, zwei Jäger – einfach ein durchweg bunt gemischtes Publikum zwischen 30 und 65.

Geplant hatte ich für den Abend insgesamt 7 Gänge.

Wir starteten mit einem Gläschen Cremánt und stießen erst mal auf den gemeinsamen Abend an. Und dann machte ich mich auch schon auf den Weg in die Küche um meine 1. Speise vorzubereiten.

Melonen Gazpacho mit Rote Beete Chip und Feta

Das Rezept findet ihr hier: KLICK

Die Rote Beete Chips hatte ich übrigens kurz frittiert und anschließend für 40 Stunden gedörrt. So schmeckt die Rote Beete nämlich noch schön intensiv.

Viel Zeit mit meinen Gästen zu quatschen hatte ich nicht, denn nun musste ich gleich den Linsensalat anrichten und die Garnelen dazu braten.

Linsensalat mit Grapefruit & Koriander | Garnele und Shrimp Öl

Das Rezept findet ihr hier: KLICK

Den Salat kochte ich aus Beluga Linsen und würzte u.a. mit Nelken, Grapefruit, Koriander, Minze und Limette. Dazu gab es gebratene Garnele und ein Shrimp Oil, das ich aus den Köpfen und Schalen der gepulten White Tiger Garnelen kochte.

Ich richtete alles in der Küche auf meinem Tisch an, alles übrigens in unterschiedlichen Schälchen. Wir aßen nämlich von meinen Requisiten. Meine Gäste holten sich ihr Schälchen dann in der Küche ab und aßen entweder im Stehen oder an einem der Stehtische, die ich in der Wohnung aufgestellt hatte.

Nun schob ich gleich den Pilzstrudel in den Ofen und kümmerte mich um das Anrichten des Kalbstatares. Mein letzter Vorspeisen Gang.

tatar vom Kalb mit Thunfisch-Kapern-Sauce, Kürbiskernöl-mayo und frittierten Kapern

Das Rezept findet ihr hier: KLICK

 

Nun wechselten wir die Getränke und ich schenke Rotwein und Weißwein aus. In der Küche wurde es unterdies immer voller. Ich stand am Herd und kochte die Polenta und den Rotkohl für die Hauptspeisen und währenddessen fragten mich meine Gäste Löcher in den Bauch. Das war wirklich toll. Das schönste Kompliment für mich ist es tatsächlich, wenn es jemandem so gut schmeckt, dass er gerne die Rezepte haben möchte.

 

Mit Birgit philosophierte ich über Rotkraut. Sie meinte nämlich, aus dem Glas gäbe es auch ein Gutes. Nachdem sie dann aber meines im ersten Hauptgang probiert hatte, war sie überzeugt: „Ab jetzt koche ich es auch frisch!“

Pilzstrudel mit Rotkraut

Das Rezept findet ihr hier: KLICK

Das Rotkraut würzte ich mit Cassis, Lorbeer und Apfel. Das schmeckte schön frisch und süßlich und passte damit wunderbar zu dem deftigen Pilzstrudel mit Nüssen.

Nun machte ich mich an die Ente. 3 große Barbarie Entenbrüste hatte ich besorgt, die nun eingeschnitten und angebraten wurden.

Dazu kochte ich eine cremige Polenta mit reichtlich Butter und Zitronenthymian. Bei der Beilage gab es dann ganz unterschiedliche Meinungen, was das denn nun genau sei. Es gab wohl hitzige Diskussionen im Kaminzimmer, während ich in der Küche kochte. Letztlich fiel die Entscheidung auf Rotkraut mit Sojasauce. Weit gefehlt. Ich richtete die Teller an und klärte auf:

Entenbrust mit Polenta und Rotwein-Orangen-Zwiebeln

Das Rezept findet ihr hier: KLICK

Da sah ich dann auch einige verdutzte Gesichter, denn darauf wären sie nie gekommen. Könnt ihr euch vorstellen, wie erleichtert ich war, als ich die Ente anschnitt und diese einfach perfekt war? Saftig und noch leicht rosa! Herrlich!

Nachdem ich den Hauptgang serviert hatte stellte sich bei mir auch Erleichterung ein. Alles klappte gut und es war 21 uhr. Perfekt um in aller Ruhe die Nachspeise anzurichten und dann den Abend bei einer Tasse hausgemachtem Glühwein ausklingen zu lassen.

Fürs Dessert hatte ich vorbereitet:

Lebkuchen Mousse mit Glühweinkirschen und Pistazienkrokant

Das Rezept findet ihr hier: KLICK

Käseauswahl mit Pflaumenchutney, Quittengelee und Koriander-Crackern

Das braucht ihr für die Cracker:

250 g Mehl
50 g Olivenöl
1 TL Salz
1 TL Koriandersamen gemahlen
80 g Wasser

Und so gehts:

Vermischt alle Zutaten miteinander in einer Schüssel und knetet den Teig solange bis er geschmeidig ist und glänzt.

Rollt den Teig dann so dünn wie möglich aus und schneidet kleine Rechtecke daraus. Backt die Cracker dann bei 200 °C Umluft für ca. 8 Minuten.

Ich war froh, glücklich, erleichtert, stolz, hungrig, erschöpft – alles in einem. Aber: meine Gäste waren total zufrieden, mehr noch: begeistert. Sie fragten mich auch gleich, wann ich das nächste Flying Dinner veranstalten würde. Und, wann es die Rezepte auf meinem Blog zum nachkochen gäbe.

Nun, die Rezepte habe ich und das nächste Dinner ist auch schon in Planung. Wann ich dieses veranstalte, weiß ich noch nicht genau, aber was es gibt weiß ich schon: Thailändisch in 5 Gängen!

Wollt ihr auch mal bei mir essen? Dann meldet euch doch bei TastePlease.com an und folgt mir da. So werdet ihr sofort informiert, wenn es eine neue Veranstaltung gibt.

Das nächste Flying Dinner findet übrigens am 25.01.2018 statt. Diesmal koche ich 5 Gänge Thai Food. Hier gehts zum Event: KLICK

TEILEN MIT:
FacebookGoogle+PinterestWhatsAppFlipboardPrint

Schreibe einen Kommentar