Chäsplättli | Sweet Table mit Schweizer Käse

Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für leckeren Schweizer Käse, da ich beim Blogevent „Kreative Chäsplättli“ von Zorra mitmache.

Als ich den Aufruf zum Blogevent „Kreative Chäsplättli“ gelesen habe ging es in meinem Kopf sofort rund – wie ein Käselaib. Was könnte man nicht alles mit dem Schweizer Käse anstellen…?! Zorra wünschte sich eine kreative Käseplatte mit tollen Beilagen, die den Schweizer Käse unterstreichen. Das Brainstorming begann…

Was esse ich denn am Liebsten zum Käse? Würzige Chutneys und selbstgebackene Brote, knusprige Cracker und frische Früchte – am Wichtigsten ist für mich immer die Kombination aus süß und salzig. Das liebe ich sehr! Aber die Frage, die ich mir sofort stellte: ist das wirklich kreativ genug? Jeder isst Chutney und Früchte und Brot zum Käse. Da musste ich mir noch was Ausgefalleners einfallen lassen.

Vor zwei Jahren war ich in der Schweiz um zu erleben wie der köstliche L’Etivaz hergestellt wird. Die Ganze Geschichte und mein aller liebstes Lieblingsbild gibts hier: KLICK

Ich kann mich noch an einen Morgen erinnern, an dem wir auf dem Chalet der Sennern Alexis und Theres saßen und in die Berge blickten. Natürlich aßen wir dabei frischen Schweizer Käse, Brot und Rahm. Für den Rahm haben die Senner eigene handgeschnitzte Löffel und essen diesen zu Kuchen, zu Marmelade und eben auch zum Käse. Gerade als ich diese Zeilen schreibe, habe ich wieder den Geschmack von diesem köstlichen Rahm auf der Zunge….

Und dann machte es auf einmal ping – so wie bei Wicky (ihr wisst schon): ich mache einen Sweet Table mit Schweizer Käse. Wann immer ich mit meinem Liebsten so richtig schick essen gehe und es Käse als Dessert auf der Karte gibt, zögere ich nicht lange und bestelle mir als krönenden Abschluss den Käsegang. Es heißt ja nicht umsonst „Käse schließt den Magen“. Meist wird einem zum Käse Fruchtgelee, Honig und Nussbrot serviert. Das wollte ich noch etwas weiter ausbauen.

Käse schließt den Magen

Ich erinnerte mich an einen Abend in der Speisemeisterei (Stuttgart), bei dem es nach dem letzten Käsegang dann noch kleine Gebäcke zum Espresso gab. U.a. gab es köstliche kleine Eclairs mit Schokocreme. Warum diese nicht für Käse abwandeln? Mir kamen soviele Ideen in den Kopf, was ich mit dem Käse anstellen könnte. Zorra wünschte sich aber ausdrücklich, dass der Schweizer Käse unverarbeitet die Hauptrolle auf der Chäsplättli spielen soll.

Also gut… nach vielen vielen Stunden voller Grübeln – ich überteibe nicht – stand mein dann Plan endlich fest:

  • Tete den Moine mit Eclairs und Erdbeeren
  • L’Etivaz mit süßen Focaccini mit Feigen
  • Sbrinz mit besoffenen Kirschen
  • Tomme  Vaudoise mit Schokocrumble und Blaubeeren
  • Gruyere-Nuss-Ecken mit Aprikosenmarmelade

Gestern Abend luden wir dann Freunde zu uns zum Essen ein, da man ein Kilo Käse ja schlecht zu zweit essen kann. Ein herrlicher Sommerabend an dem wir dann zu viert auf der Terrasse saßen, Wein tranken und uns das leckere Chäsplättli schmecken liesen. Klar, die Gelegenheit nutze ich dann auch direkt noch ein paar Bilder zu schiessen – Annika ist einfach ein super Foodblogger-Model – oder was meint ihr?!

Jeder hatte einen anderen Favoriten. So fand mein Liebster die Käse-Nuss-Ecken am Besten, Bernds Favorit war der Tomme Vaudoise mit Schoko-Crumble und Blaubeeren und Annika konnte sich zwischen den Eclairs und den Nussecken nicht entscheiden. Für mich waren der Tomma Vaudoise mit Crumble und der L´Etivaz mit Feigen gleich auf. Ihr seht schon – eigentlich war alles total lecker und wir hätten auf nichts verzichten wollen.

Die witzigste Geschichte zum Schluss: Bernd erzählte uns, dass er sich als Kind den Käsekuchen immer so vorstellte, wie ich ihn nun für das Chäsplättli gemacht habe: ein süßer Teig und darauf ein Stück Käse. Das fand er damals mehr als befremdlich, deshalb dauerte es auch ziemlich lange, bis er seinen ersten Käsekuchen aß. Und das passierte auch nur unter Protest oder eher aus Versehen, als ihm eine Freundin ein Stück Käsekuchen einfach so in den Mund schob. Sichtlich geschockt, aber trotzdem neugierig stellte er dann fest, dass Käsekuchen ja eigentlich total lecker war und die helle Füllung auch gar kein Käse ist. *lacht

Gestern allerdings waren wir uns alle zum Glück einig. Bernds Kindervorstellung eines Käsekuchen ist einfach köstlich! Der süße Teig mit dem herzhaften Käse, die fruchtige Marmelade und der crunchy Krokant haben uns  in Kombination total überzeugt.

Eclairs mit Erdbeeren und Tete de Moine

Der würzige Tete de Moine passt hervorragend zu frischem, süßen und leicht säuerlichem Obst, deshalb habe ich ihn mit Erdbeeren und dem legendären Rahm in einem Eclair kombiniert.

Das braucht ihr:

Für 12 Eclairs:
40 ml Wasser
80 ml Milch
25 g Butter
80 g Mehl
Prise Salz
1 Ei

Für die Füllung:
150 g Tete de Moine
100 g Erdbeeren
80 g Creme Double oder Mascarpone

Und so gehts:

Kocht die Milch mit dem Wasser und der Butter auf. Gebt das Mehl und die Prise Salz hinzu und rührt den Teig ganz kräfig um, dass keine Klumpen entstehen. Sobald der Teig am Topfboden kleben bleibt ist er fertig. Lasst den Teig abkühlen und rührt dann das Ei unter.

Nun spritzt ihr kleine Eclairs (ca. 10 cm lang) auf ein Backblech und backt diese bei 200°C Ober-/Unterhitze für 22 Minuten bis die Oberfläche goldbraun ist.

Schneidet die Erdbeeren in kleine Würfel und vermischt diese mit dem Rahm (Creme double).

Schneidet die Eclairs auf, füllt sie mit dem Erdbeerrahm und verteilt die Tete de Moine Röschen darauf.

Feigen Focaccini mit L´Etivaz

Der L´Etivaz schmeckt wie eine frische Bergwiese und braucht nicht viel um sich herum. Deshalb gibt es süße Feigen Focaccini, die die Würzigkeit und den L´Etivaz unterstreichen und nicht überdecken.

Das braucht ihr:

Für 8 Focaccini:
250 g Mehl
10 g frische Hefe
150 ml lauwarmes Wasser
3 EL Olivenöl
1 TL Salz
1 bis 2 Feigen

ca. 150 g L´Etivaz

Und so gehts:

Löst die Hefe im lauwarmen Wasser auf.  Vermischt Mehl, Salz und Olivenöl mit dem Hefewasser und verknetet zu einem glatten Teig. Lasst diesen nun an einem warmen Ort gehen bis sich das Volumen verdoppelt hat.

Teilt den Teig in 8 Portionen auf und formt kleine Fladen daraus.

Schneidet die Feigen in Scheiben und belegt jeden Fladen mit einer Scheibe Feige.

Backt die Focaccini bei 200°C Ober-/Unterhitze bis die Oberfläche goldbraun ist.

Schneidet den L´Etivaz in Streifen oder hobelt ihn und serviert ihn zusammen mit den Focaccini.

Sbrinz mit besoffenen Kirschen

Der Sbrinz ist ein salziger und würziger Käse, der besonders gut mit sehr süßem Obst wie z.B. Kirschen harmoniert, die sehr wenig bis gar keine Säure haben. Dieses Obst unterstreicht das Aroma des Sbrinz ohne ihn zu überdecken.

Das braucht ihr:

150 g Sbrinz
100 g frische Kirschen
ca. 100 ml Kirschlikör

Und so gehts:

Entsteint die Kirschen und legt sie für 1 Stunde in Kirschlikör ein. Lasst sie anschließend abtropfen.

Brecht den Sbrinz in Brocken und spießt eine Kirsche auf einen Brocken.

Schoko-Crumble mit Blaubeeren und Tomme Vaudoise

Der Tomme Vaudoise ist ein sehr midler und cremiger Käse, der wunderbar für Desserts geeignet ist. Ich habe ihn mit Schokoladen Crumble (für den Crunch) und frischen Blaubeeren kombiniert.

Das braucht ihr:

80 g Butter
100 g Zucker
70 g Kakao
30 g Mehl
100 g Blaubeeren

250 g Tomme Vaudoise

Und so gehts:

Verknetet die Butter mit dem Zucker und dem Mehl und stellt den Teig für 1 Stunde kalt.

Gebt die Blaubeeren in eine kleine Auflaufform, bröselt den Teig darüber und backt den Crumble im Ofen bei 180°C Ober-/Unterhitze für 15 Minuten.

Schneidet den Tomme Vaucoise in Tortenstücke und serviert ihn zusammen mit dem Crumble.

Nussecken mit Aprikosenmarmelade, Krokant und Gruyere

Der Gruyere, der klassischste Bergkäse, den auch jeder kennt. Er ist hervorragend geeignet um ihn mit Nüssen zu kombinieren. Perfekt also um einen Käsekuchen oder besser die feinen Nussecken daraus zu machen.

Das braucht ihr:

Für den Nuss Mürbeteig:
130 g Dinkelmehl
50 g gemahlene Haselnüsse
50 g gemahlene Mandeln
135 g Butter
50 g Zucker
1 Ei
Prise Salz

Für die Aprikosenmarmelade:
200 g Aprikosen
30 g Zucker
1/2 TL Agar Agar

Für den Nusskrokant:
2 EL Zucker
2 EL gehobelte Mandeln
1 EL Sesam

250 g Gruyere

Und so gehts:

Verknetet alle Zutaten für den Nuss-Mürbeteig miteinander, rollt ihn auf einem Backpapier aus und stellt ihn für mind. 1 Stunde kalt. Backt den Mürbeteig dann für ca. 18 Minuten bei 180°C Umluft bis er goldbraun ist. Lasst ihn abkühlen und schneidet ihn in Ecken.

Löst den Zucker für die Aprikosenmarmelade in einem Topf auf und lasst ihn etwas dunkel werden, gebt dann die Aprikosen in kleinen Stücken hinzu und köchelt diese Stücke weich. Gebt Agar Agar hinzu und köchelt für weitere 2 Minuten sprudelnd, bevor ihr die Marmelade in ein Glas abfüllt.

In einer Pfanne den Zucker für den Krokant schmelzen und etwas dunkel werden lassen. Gebt dann die Mandeln und den Sesam hinzu. Verrührt alles schnell miteinander und gebt den Krokant dann auf ein Backpapier, drückt ihn etwas flach (Vorsicht: heiß!). Lasst ihn erkalten und brecht ihn dann in kleine Stückchen.

Schneidet den Gruyere in Ecken. Bestreicht die Mürbeteig-Ecken mit Aprikosen-Marmelade. Tunkt das Ende des Käses in die Marmelade und dann in den Krokant. So hält der Krokant am Käse. Legt das Käsestückchen auf die Mürbeteig-Ecke.

 

Lasst euch euer Chäsplättli schmecken, eure Tina.

 

 

Blog-Event CXLIII - Kreative Chäsplättli mit Schweizer Käse gesucht (Einsendeschluss 15. Juli 2018)

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3 Comments

    1. Tina

      Vielen lieben Dank Andreas,

      wir haben es auch sehr genossen den Sweet Table leer zu essen! 🙂

      Hab es fein – Zwischen den Jahren kommen wir nach Wien. Mal sehen, ob wir auch in ein Käsegeschäft einlaufen werden.

      Liebe Grüße,
      Tina

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