paris eiffelturm la tour eiffel sonnenschein

Midnight in Paris

Dieser Beitrag enthält Werbung für AOP – Käse aus Frankreich.

Das erste Mal in Paris und zwar allein. Wirklich spannend die Stadt der Liebe alleine zu erkunden oder überhaupt alleine Urlaub zu machen. Ein Städtetrip ist dafür aber einfach perfekt. Einfach um es mal auszuprobieren. Und ja, es waren zwar nur 3 Tage, aber es war gut und lehrreicht.

Am Morgen, als ich in den Flieger stieg beschlich mich ein flaues Gefühl im Magen. Ich war noch nie alleine im Urlaub. Ist das nicht eigentlich etwas, das man auf seine Bucket List schreibt? Ich bin Einzelkind und es daher gewohnt mit mir alleine zu sein. Ich genieße das und ja, ich brauche auch Zeit um meinen Gedanken nachhängen zu können. Zu Hause habe ich aber immer die Möglichkeit meinen Freund, meine Familie oder meine Freunde zu treffen. So weit weg von zu Hause geht das nicht.

Während dem Flug arbeitete ich den Reiseführer durch und markierte mir ein paar Hot Spots, die ich unbedingt sehen wollte, denn neben einem kulinarischen Käseprogramm erwarteten mich noch 2 Tage für mich alleine, die ich noch füllen wollte. Notre Dame, der Eiffelturm und der Louvre standen ganz oben auf meiner Liste.

Angekommen am Pariser Flughafen Charles de Gaulle suchte ich mir zunächst eine Möglichkeit in die Stadt zu kommen. Es gibt Züge, die alle 10 Minuten direkt ins Zentrum fahren, die Tickets dafür kann man sich einfach am Automaten ziehen.

Nachdem ich mein Gepäck im Hotel abgeladen hatte, hatte ich noch einen halben Tag bevor das Käse-Programm starten sollte. Da Notre Dame unweit meines Hotels lag beschloss ich dort hinzugehen und mir das Gebäude und die Umgebung etwas genauer anzusehen.

paris notre dame kathedrale

Kathedrale Notre Dame

Auf dem Weg zur Kathedrale frühstückte ich, wie es sich für eine echte Paris Touristin gehört, ein Crepe an einem kleinen Stand unweit von Notre-Dame. Besonders spannend fand ich eine Füllung, die ich bei uns so noch nie gesehen habe: Crepe sucre citron. Ein Crepe wird hier mit Zitronensaft beträufelt und dann Zucker darüber gestreut. Köstlich!

Paris Straße
Paris historisches Gebäude Seine Bootsfahrt
Paris Postkarten Ansicht
Paris Crepes Sucrees sucre citron streetfood

So gestärkt schlenderte ich weiter und stand schließlich staunend vor Notre-Dame, wie ein kleines Kind, das vor einem Riesen steht und legte den Kopf in den Nacken um die Spitze zu sehen. Diese Kathedrale wurde von 1163 bis 1345 gebaut und ist damit eines der frühesten gotischen Gebäude Frankreichs. Insgesamt 10.000 Menschen haben Platz in dieser Kirche. Um Notre-Dame herum gibt es einen kleinen Rundgang, ähnlich wie ein Park angelegt. Ein schöner Spaziergang und man kann sich alle Seiten der Kathedrale ansehen.

paris notre dame kathedrale
paris notre dame platz statue
paris notre dame kathedrale park rundgang
paris notre dame kathedrale park rundgang

Zum Mittagessen traf ich mich mit einer Gruppe Journalisten und Bloggern im Les Philosophes (28 Rue Vieille du Temple), die ebenfalls zum Käseessen nach Paris eingeladen wurden. Wir nahmen in einem kleinen Bistro Platz und starteten zunächst mal mit Wein und der typisch französischen Zwiebelsuppe während wir uns alle bekannt machten.

Ich probierte zum aller ersten Mal Beuf Bourginon, einen geschmorten Eintopf mit Rindfleisch und Rotwein – ähnlich wie unser Gulasch, von der Aromatik aber ganz anders. Zum Nachtisch teilte ich mir eine Mousse au Chocolat mit Meike.

paris original französische zwiebelsuppe
paris boeuf bourguignon
paris mousse au chocolat

Fete de la AOP

Voll gestopft mit leckerstem Essen machten wir uns dann auf den Weg zum Fete de la AOP – dem Käsefest, weswegen ich eigentlich nach Paris gekommen war. Hier werden 50 veschiedene, geschütze Produkte vorgestellt die das AOP Siegel tragen. Darunter, das fand ich ganz besonders interessant: 45 Käse-, 3 Butter- und 2 Sahnesorten.

Das gelbe AOP Siegel bezeichnet hier die ursprünglichen Produkte, d.h. es geht hier um eine geschützte Ursprungsbezeivhnung. Produkte, die noch ursprünglich hergestellt werden dürfen das Siegel tragen und sollen so vor Betrug geschützt werden. Für uns Verbraucher ist es schließlich nicht ganz so einfach zu erkennen, wann ein Käse ursprünglich hergestellt wird. Ähnlich wie die Bio Siegel steht das AOP Siegel für Qualität und noch einiges mehr.

paris fete de la aop Käse aus Frankreich

AOP Siegel steht für:

– Herkunftsgarantie
– Natürlichkeit und Transparenz
– Förderung der regionalen Wirtschaft
– Foschung,, Innovation und Ausbildung
– Erhaltung von Know-How und Umwelt
– Vielfalt der Geschmacksrichtungen

Knapp 3 Jahre ist es her, dass ich in der Schweiz auf den Spuren des >>L’Etivaz gewandert bin. Auch dort bin ich schon mal über dieses Siegel gestoßen, war mir aber nicht bewusst, was das eigentlich bedeutet.

Ganz ehrlich: habt ihr mal auf die Verpackungen im Supermarkt geachtet? Bei so vielen Siegeln kann man schon mal den Überblück verlieren, daher: achtet doch in Zukunft an der Käsetheke und im Kühlregal auf das rot-gelbe Logo und unterstützt dabei Regionale Erzeuger, die noch nach ursprünglichen Methoden Lebensmittel produzieren.

paris fete de la aop Käse aus Frankreich käsebuffett
paris fete de la aop Käse aus Frankreich
paris fete de la aop Käse aus Frankreich banon
paris fete de la aop Käse aus Frankreich livarot
paris fete de la aop Käse aus Frankreich langres
paris fete de la aop Käse aus Frankreich
paris fete de la aop Käse aus Frankreich
paris fete de la aop Käse aus Frankreich

Wir probierten uns durch die reichhalte Käsetheke und, obwohl wir vorhin ja schon reichlich gegessen hatten, Käse ging tatsächlich noch einiges rein. Einer meiner Lieblinge war der Brie de Meaux – ein köstlicher und würziger Weichkäse, der im Mund zerschmilzt und, wie uns der Präsident der Vereinigung des Brie de Maux erzählte, die älteste Brie-Sorte der Welt ist. Auf dem Wiener Kongress 1815 wurde dieser Käse übrigens zum „König aller Käse“ gekürt. Noch weitere schöne Kurzgeschichten zu den verschiedenen Käsesorten findet ihr auf der Seite des >> AOP – Käse aus Frankreich indem ihr auf die einzelnen Bilder klickt. Witziges zusätzliches Gimmick, bei jedem Käse gibt es eine „Anleitung“ wie man den Käse richtig schneidet, mit diesem Wissen könnt ihr also auf der nächsten Käse-Party richtig glänzen.

Neben dem Brie de Meaux fand ich noch diese Käsesorten besonders lecker:

– Morbier
– Comté
– Fourme d’Ambert
– Mont d’Or
– Reblochon
– Epoisses

Alles würzige Käse mit einem, wie ich finde, unverwechselbaren und sehr besonderen Geschmack. Eine Übersicht über alle Französischen Käse, die das AOP Siegel tragen findet ihr auf der Seite des >> AOP – Käse aus Frankreich

Nachdem wir uns durch die vielen Käse und Buttersorten gefuttert hatten – ja klar, auch die Buttern haben wie probiert. Moment, ist das eigentlich der richtige Plural? Buttern?!

Na jedenfalls sind wir danach noch essen gegangen… klar, Essen wie Gott in Frankreich – ich verstehe nun woher diese Redensart kommt.

paris streetart straßenkunst
paris vespa roller straße

Auf dem Weg vom Restaurant zum Hotel genießen wir die nächtliche Atmosphäre. Ich fühle mich ein wenig wie im Film Midnight in Paris. Das besondere Licht der Straßenlaternen, die verschlungenen Gassen und die hübsch beleuchteten Cafés zaubern einen sehr besonderen Charme auf die Straßen.

midnight in paris

Bootsfahrt über die Seine

Am nächsten Tag starteten wir mit einer Bootsfahrt auf der Seine um uns ein paar besondere Highlights der Stadt von der Flussseite aus anzusehen. Der größte Schock ereilte mich als wir den Eiffelturm passierten, denn dieser war zu 2/3 in Wolken gehüllt… man konnte nur die Stützen des Pariser Wahrzeichens erahnen. Es war aber auch wirklich kalt und diesig an diesem Tag, vor allem auf dem Fluss mit Fahrtwind. Aber: für ein gutes Foto nehme ich das gerne in Kauf und so harrte ich die ganzen 90 Minuten in der Eiseskälte aus um die schönsten Stadtansichten vor die Linse zu bekommen. Wie z.B. die Kathedrale Notre Dame, ihr wisst schon, die mit dem buckligen Glöckner vom Anfang.

paris seine brücken
paris seine brücken tauben möven
paris seine brücke
paris eiffelturm la tour eiffel
paris seine bootsfahrt
paris celine mode anzeige plakat
paris notre dame kathedrale flußseits seine

Zurück an Land machten wir einen Spaziergang durch Paris, vorbei am Louvre, durch einen hübschen Park, vorbei an schnuckeligen Cafés und dem ein oder anderen Delikatessen Laden. Frankreich ist wirklich voll von Genüssen und Versuchungen.

paris liebe love schlösser
paris metro
paris louvre pyramide
paris streetart
paris park triumphbogen
paris straße blaue tür romantisch pflanzen
paris macarons

Gouda Verkostung

Zum Mittagessen kehrten wir ins Drouant (18 Rue Gaillon) ein um eine Gouda-Blind-Verkostung zu machen. Das Drouant ist ein sehr traditionelles Französisches Restaurant mit viel Prunk und wirkt sehr herrschaftlich. Von traditionell hergestelltem Gouda in unterschiedlichen Altersstufen bis hin zu Industriegouda, der in Plastik eingepackt „reift“ – ach, schon bei dem Gedanken schüttelt es mich – verglichen wir den Geschmack. Der natürlich auf Holzbrettern gereifte Gouda schmeckt köstlich. Er bekommt Luft, wird mit Salzlake eingerieben und reift mehrere Wochen – je älter der Gouda wird, desto dunkler die Farbe und würziger sein Geschmack. Habt ihr schon mal echten alten Gouda probiert? Tut das! Ein toller Geschmack und hat wirklich überhaupt gar nichts mit dem abgepackten Supermarkt Gouda zu tun.

Wir futterten Käse und verspeisten nebenbei noch schnell ein 3 Gänge Menü mit Gouda… wie Gott in Frankreich eben. *lacht

paris aop gouda verkostung
paris dourant mittagessen
paris dourant mittagessen
paris dourant mittagessen gouda

Nach dem Mittagessen war dann der offizielle Teil auch schon vorbei, aber ich hatte noch einen ganzen Nachmittag, Abend und den nächsten Morgen um auf eigene Faust Paris zu erkunden.

paris cote de france chocolaterie
paris sebastien gaudard patisserie
paris metropolitain

Auf dem Weg zurück zum Hotel kaufte ich dann erst mal in der Chocolaterie Côte de France (25 Avenue de l’Opéra) ein und gerade 20 m weiter in einer für ihre Macarons und Croissants berühmten Patisserie >> Sébastien Gaudard Pâtisserie (1 Rue des Pyramides). Ja, die Croissants sind wirklich richtig lecker und alleine dafür lohnt sich schon der Weg dorthin.

Delikatessenladen IZRAEL

Beim Umherstreifen in der Stadt, entdeckte ich unweit meines Hotels einen kleinen Laden IZRAEL (30 Rue François Miron), der bis unter die Decke vollgestellt war mit Essen. Gewürze, Konserven und Trockenfrüchte soweit das Auge reicht. Der Laden ist winzig klein und man steht sich gegenseitig auf den Füßen! 5 Personen darin und man fühlt sich wie in einer Sardinen Dose, aber dafür findet ihr hier die köstlichsten Delikatessen. Von Gewürzen bis hin zum berühmtem Pan d’Epices zu dem die Franzosen traditionell die Foie Gras essen.

paris delikatessenladen IZRAEL
paris foie gras konserven

Klar, ich kaufte mir etwas von dem Brot, denn ich hatte meinem Liebsten versprochen im aus der „Stadt der Liebe“ etwas Feines mitzubringen. Dazu noch eine Dose Foie Gras von der Ente und das Abendessen am Heimkehrabend war gesichert.

Patisserie Aux Merveilleux de Fred

Direkt neben dem kleinen Laden IZRAEL gibt es eine feine Patisserie Aux Merveilleux de Fred (24 Rue du Pont Louis-Philippe), die tolle Croissants, Milchbrötchen und SCHAUMKÜSSE herstellt. Klar, auch da habe ich gekostet. Die Schaumküsse gibt es in klein uns groß – super, denn von den kleinen kann man sich schon mal zwei genehmigen.

paris straßenschild

Mona Lisa im Louvre

Für den Abend hatte ich mir einen Besuch im Louvre vorgenommen. Wo Professor Langdon seine berühmten Vatikan-Verbrechen löste wollte auch ich mich umsehen. Klar: als erstes natürlich ab zur Mona Lisa… die dann doch etwas enttäsuchend war. Ich dachte das Gemälde sei viel größer. Hinter dickem Panzerglas geschützt erkennt man das Bild eigentlich am leichtesten daran, dass sich davor eine Menschentraube gebildet hat. Die besten Chancen auf einen unverstellten Blick hat man hier gleich morgens und spät Abends, kurz bevor das Museum schließt.

paris louvre museum mona lisa

Ein Tipp: um die Warteschlangen am Eingangsberich zu umgehen betretet das Museum am Besten von der U-Bahn aus. Dort kann man ebenso Karten kaufen aber man steht nicht in der Schlange.

paris louvre
paris louvre
paris louvre museum
paris louvre museum
paris louvre museum
paris louvre museum

Neben Gemälde gibt es natürlich auch Statuen, Plastiken und antike Möbel zu bestaunen. Die Ägypten Abteilung war leider geschlossen, so wie jeden Freitag, aber dafür habe ich das älteste Exponat im Louvre entdeckt – eine aus Lehm geformte Statue, die geschätze 8000 Jahre alt und damit das älteste bekannte von Menschen gemachte Kunstobjekt darstellt.

paris louvre museum statue 8000 jahre alt
paris louvre museum pyramiden dan brown

Ich hatte leider nur 2,5 Stunden Zeit aber ich hätte mich wohl auch gut einen ganzen Tag hier drin aufhalten können. Meine Empfehlung: überlegt euch, was ihr euch unbedingt ansehen möchtet und klappert diese Punkte als erstes ab. Der Louvre ist riesig und man verliert hier schnell den Überblick und das Gefühl für Zeit.

Besonders schön: der Blick auf den Platz vor dem Louvre bei Nacht – diese Lichter von den Laternen und der beleuchteten Pyramide in den Mitte zuabern ein ganz besonderes Licht und eine sehr schöne Atmosphäre.

paris louvre museum by night bei nacht

Sightseeing Tour durch Paris

Am nächsten Morgen machte ich mich gleich früh auf um eine Stadtrundfahrt mit einem dieser hop-om-hop-off Busse zu machen. Ich finde diese sind eine tolle Möglichkeit um die hot Spots einer Stadt zu sehen, gerade wenn man nicht so viel Zeit hat um die Wege auf eigene Faust zu finden.

paris morgen seine sonnenschein
paris parlament
paris seine
paris Arc de Triomphe de l’Étoile triumphbogen Avenue des Champs-Élysées
paris straße
paris brücke seine

Entlang der Champs Elysées liegen die teuren Kaufhäuser und auch eine Demo ist heute unterwegs. Es wird gegen die Benzinpreise demonstriert erklärt uns der Tour Guide im Bus. Um den Arc de Triomphe am Place Charles-de-Gaulle machen wir eine Kehrtwende und es geht wieder, entlang der Champs Elysées, zurück in die Innenstadt.

Eiffelturm | La Tour Eiffel

Wir fahren auf den Eiffelturm zu. Hier steige ich aus, versuche den aufdringlichen Miniformat-Eiffelturm Verkäufern auszuweichen und genieße den Blick auf den Eiffelturm – La Tour Eiffel. Riesengroße Erleichterung machte sich bei mir breit als ich – bei strahlendem Sonnenschein – den Eiffelturm in seiner ganzen Pracht bestaunen konnte. Ein imposantes Bauwerk. Wusstet ihr, dass der Eiffelturm alle 7 Jahre einen neuen Anstrich braucht? Hier würden 25 Maler beauftragt die 18 Monaten 60 Tonnen Farbe auf das Pariser Denkmal aufbringen. Durch die Witterung wird die Farbe immer wieder abgetragen. Nach 7 Jahren sind von den 60 Tonnen dann nur noch 10 übrig.

Paris Eiffelturm La Tour Eiffel

Ein letzter Blick, dann steige ich wieder in den Bus, den ich an der Kathedrale Notre-Dame wider verlasse um mich auf den Weg zum Flughafen zu machen.

Vielen lieben Dank an AOP – Käse aus Frankreich und ffk Public Relations für die Einladung zu dieser tollen Reise. Ich fand es so toll Paris einmal hautnah zu erleben, den kööstlichen Käse zu schmecken und die Pariser Luft in mich aufzusaugen.

Das könnt Euch auch gefallen:

TEILEN MIT:
FacebookPinterestWhatsAppFlipboardPrint

Schreibe einen Kommentar