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Roadtrip durch Mexiko | Cenoten und Ruinen in Tulum

Mexiko – das Land der Mole, Tacos und Guacamole. Und: das Land der karibischen Traumstrände wie z.B. in Tulum. Ich nehme euch mit auf unseren 3 wöchigen Roadtrip durch Mexiko | Cenoten und Ruinen in Tulum. Vor unserer Reise, war mir nicht klar, dass Mexiko auf der Halbinsel Yucatan diese weißen Sandstrände und das türkisblaue Meer hat, die ich gedanklich immer nach Hawai und die Malediven gesteckt hatte. Auch Flamingos, Delfine und Palmen am Strand hätte ich hier nie vermutet. Aber Mexiko bietet genau das: eine bunte Mischung von Maya und Azteken Kultur, türkisblaues Meer, weiße Strände und dichten Dschungel.

Zudem war mir auch nicht klar, dass Mexiko zu Nordamerika gehört – ich hatte Mexiko immer nach Südamerika eingeordnet. Die Halbinsel Yucatan ist dabei in Mexiko der Touristen Hotspot schlechthin. Sie trennt den Golf von Mexiko vom Karibischen Meer. Nur der nördliche Teil von Yucatan gehört zu Mexiko und teilt sich in drei Bundesstaaten Yucatán, Campeche und Quintana Roo auf. Hier lebten früher vor allem die Maya, die der Halbinsel mit ihren archäologischen Bauten noch heute ihren Look verleihen. Die bekannteste archäologische Stätte ist zweifelsohne Chichén Itzá, dicht gefolgt von Tulum und Coba, die wir natürlich besuchen.

Cancun

Unsere Rundreise beginnt Mitte Oktober in >> Cancun. Vom Flughafen aus fahren wir mit dem selbst gemieteten Wagen (Alamo bietet gute Preise und guten Service, $1200 für 9 Tage Kleinwagen) in ca. 15 Minuten in unsere erste Unterkunft in die >> Casa la Selva – ein nettes Guesthouse mit zweckmäßigen Zimmern ($680 pro Nacht). Es ist einigermaßen sauber, aber einfach. Dafür ist der Empfang sehr herzlich und, da wir die einzigen Gäste sind haben wir das Haus für uns alleine. Die Lobby/Aufenthaltsraum bietet zwei Sofaecken, einen großen Esstisch und einige Brettspiele. Das Auto können wir im Innenhof parken, der durch ein großes Tor von der Außenwelt abgeschnitten ist.

Ca. 10 Fahrminuten entfernt gibt es eine Foodtruck Area die >> AMMA Food Park Experience, wo man von Tacos, über Empanadas bis hin zu Steak und Burgern alle bekommt, was das Herz begehrt. Das Essen ist wirklich lecker und die Angestellten sind sehr freundlich und sprechen Englisch.

Zu einem späteren Zeitpunkt unserer Reise machen wir nochmals Halt in Cancun um die Nacht zum Weiterflug nach Oaxaca zu überbrücken.

Hier beziehen wir diesmal ein kleines Appartement (BK Room Apartements) – in einem Hinterhof: nichts besonderes, etwas schmuddelig (Farbreste auf dem Boden) und leider auch nicht klinisch rein – ist in Mexiko halt einfach so. Dafür hat man viel Platz und sogar eine „Küche“ mit zwei Kochplatten. Der Gastgeber José ist sehr nett und erklärt uns alles. Als wir nach einem Taxi fragen, organisiert er für uns seinen Freund Julian, der uns am nächsten Morgen zum Flughafen fahren wird. Für $300 absolut in Ordnung.

Gory Tacos | Restaurant

Wir laufen über den Parque de las Palapas zu >> Gory Tacos, ein Restaurant, das auf Tripadvisor extrem gut bewertet ist. Dorthin zu kommen ist gar nicht so leicht, denn Gory Tacos liegt auf der Hauptstraße zwischen zwei anderen Resturants, deren Kellner wirklich extrem gschäftstüchtig auf Touristenfang gehen. Wir entkommen den Fängen nur knapp und schaffen es aber zu Gory Tacos durchzukommen.

Während wir bei Gory sitzen beobachten wir das Treiben – schon verrückt: Zwischen den Restaurants scheint es eine imaginäre Linie zu geben die zum Anwerben nicht übertreten werden darf, aber rüberlehnen um die Karte zu zeigen, das darf man offensicthlich schon. Die Verrenkungen und Versuche der Kellner, Kunden ins Lokal zu locken sind wirklich ein Schauspiel für sich.

Besonders gelobt wurde der Kellner Bart im Restaurant Gory Tacos und der macht seinem Ruf wirklich alle Ehre. Gut gelaunt, immer einen flotten Spruch auf den Lippen und den ein oder anderen Scherz auf Lager – hier wird man wirklich gut unterhalten. Die Kellner servieren das Bier auf dem Kopf balancierend während wir schon die erste Schale mit Nachos snacken. Dazu gibt es Salsa verde und Salsa rojo und richtig leckere pikante Pickles. Wir bestellen uns Fajitas und die Grillplatte. Lecker! Aber das Besondere an dem Laden ist für uns eindeutig die Atmosphäre.

Parque de las Palapas | Streetfood

Auf dem Rückweg in unser Apartment staunen wir nicht schlecht, denn auf dem >> Parque de las Palapas hat sich einiges getan. Ca. 30 Foodstände haben mittlerweile ihre Tore geöffnet. Von Tortillas über Burritos, frittierten Kartoffelchips bis hin zu Churros ist für jeden etwas dabei. Und auch die gekochten Maiskolben, die mit Majo eingestrichen und in Käse gewälzt werden, gibt es hier. Wir sind fast ein bisschen traurig, dass wir schon gegessen haben, denn hier gibt es wirklich eine tolle Auswahl.

Mein Tipp: Unbedingt am Anfang mal alle Stände ablaufen, das Geschrei der einzelnen Verkäufer ignorieren und sich einen Überblick verschafffen, denn gerade in den hinteren Ecken verstecken sich besondere Leckereien.

Tulum

Unser erstes Ziel für einen mehrtägigen Aufenthalt: Tulum. Diese Stadt besteht vor allem aus luxuriösen Resorts, traumhaften Stränden und Restaurants, Bars und Boutiquen.

Hier in Tulum sind vor allem Touristen unterwegs. Das merkt man auch an der Art, wie man sich hier bewegen kann. Ich fühle mich komplett sicher. Auch nachts. Wir gönnen uns hier ein wirklich schönes Resort ( >> Rosa del Viento ca. 100€ die Nacht inkl. Frühstück) mit einem traumhaften Strand zu dem wir von unserem Zimmer ca. 20 m zu gehen haben. Wie man es von Bildern kennt stehen hier Palapas am Strand mit Liegen darunter, auf denen man es sich im Schatten gemütlich machen kann. Die Kellner sind aufmerksam aber überhaupt nicht aufdringlich. Wir verbringen unseren ersten Tag damit am Strand zu liegen, immer mal wieder ins Wasser zu hüpfen und essen zu Mittag Ceviche und Tacos mit Fisch. Richtig lecker! Der Wind bläst hier ziemlich, nach ca. 30 Minuten ist meine Brille regelrecht beschlagen vom Salz in der Luft – positiver Nebeneffekt: es ist nicht zu heiß.

Sonnenaufgang am Meer – sehr besonders und das Licht wirkt total unnatürlich. Ich schwöre euch: der Strand und das Meer sind in der Früh (ca. 6 Uhr) in dieses orange-rosa getaucht.

Und ein paar Minuten später ist der „Spuk“ vorbei und das rosa verschwunden… stattdessen leuchtet der Strand und das Meer zeigt seine wunderbar türkise Farbe.

Mexiko Yucatan Tulum Drohnenaufnahme Bild Drohne von oben
Mexiko Yucatan Tulum Strand Meer türkisblau Boote Bild Drohne Drohnenaufnahme von oben

Die Straßen in der Hotelzone am Strand sind schon in einem etwas fragwürdigen Zustand… ein bisschen ein Abenteuer, aber das gehört im Urlaub ja auch irgendwie dazu.

Sabor de Mar | Restaurant

Da wir uns relativ weit vom Ortszentrum entfernt befinden, fahren wir mit dem Auto zurück ins Zentrum von Tulum um dort Abend zu essen. Wir gehen ins >> Sabor de Mar – ein kleiner Laden mit köstlichem Ceviche, leckeren Tacos und anderen Fischspezialitäten. Wir trinken selbst gemachtes Gurken-Limetten-Wasser und teilen uns eine Ceviche zur Vorspeise. Danach gönne ich mir drei Tacos und mein Liebster den Torre Volcanico. Zusammen zahlen wir $630 – günstig im Vergleich zu anderen Lokalen. Etwas nervig ist trotzdem die Rockbar direkt nebenan, deren Musik auch die Plätze im Sabor de Mar beschallt.

Wir schlendern noch etwas durch die Straßen und finden es beide sehr angenehm, dass die Menschen hier nicht aufdringlich sind. Sie weisen dich zwar auf ihren Laden hin, aber lassen dich sofort in Ruhe, wenn du sagst, dass du kein Interesse hast.

Ruinen von Tulum

Neben dem traumhaften Strand bietet Tulum natürlich auch Maya Kultur und Cenoten. Die >> Ruinen im Nationalpark besichtigen wir an unserem zweiten Tag. Wir fahren gleich morgens hin, denn 1. wird es jede Stunde heißer und 2. hat man gerade am Morgen noch die Gelegenheit den Touri-Gruppen zu entkommen, die meist erst gegen 10 Uhr hier aufschlagen.

Der Eintrit macht $75 p.P. und dafür kann man Ruinen von alten Tempeln und Festungen bestaunen und hat einen göttlichen Blick auf das Meer. Die Ruinen von Tulum liegen nämlich direkt an einer Steilküste. Hier ist es, bei passendem Wellengang, sogar möglich zu baden. Eine steile Treppe führt zu einer abgeschotteten Bucht. Am Besten vorher mal das Wetter (vor allem Windgeschwindigkeiten) checken und evtl. Badesachen ein packen. Wir hatten leider Pech und die Wellen waren zu hoch.

Zwischen den einzelnen Maya Ruinen kreuzen immer wieder Echsen, Eichhörnchen oder auch Nasenbären den Weg. Anschauen und Fotografieren erlaubt, manche Echsen scheinen die Fotoposen extra für uns Touristen einstudiert zu haben, aber natürlich sollte man die Tiere nicht anfassen.

Leider ist es hier, wie auch in allen anderen Archäologischen Stätten verboten mit der Drohne zu fotografieren. Deshalb gehen wir am nächsten Morgen ganz früh zum Strand in der Nähe der Ruinen, bevor diese geöffnet haben, und machen von dort aus noch Fotos. Hat sich gelohnt, oder?

Mexiko Yucatan Tulum Strand Meer Pelikane auf Booten Fischerboote

Restaurante Estrada | Fischlokal

Zum Mittagessen verschlägt es uns nach Tulum ins Zentrum. Unser Ziel: Das >> Restaurante Estrada. Ein Fischrestaurant, das bei Einheimischen wie auch Touristen gleichermaßen beliebt ist. Man sitzt auf Plastikstühlen und bekommt direkt eine Schale mit Nachos (hausgemacht), dazu rote Zwiebeln, Limette, Habanerosauce und Aioli hingestellt.

Wir bestellen Guacamole ($50), Ceviche ($180), gegrillten Oktopus und gegrillte Shrimps – trinken dazu drei hausgemachte Limonaden und zahlen am Ende gerade mal $640 Pesos. Das Essen ist richtig lecker. Vielleicht könnte der Oktopus etwas zarter sein, die Shrimps etwas glasiger, aber eigentlich ist es einfach perfekt. Genauso wie hier, wird hier eben gekocht und gegessen und genau das ist, was ich im Urlaub erleben will. Authenthische und gute Küche.

Beim Blick aus dem Restaurant beobachten wir Streetfood Verkäufer, die auf dem Weg zu den besten Plätzen sind um dort ihre Ware an den Mann zu bringen. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber für mich sind solche Bilder von den Menschen, die auf der Straße ihr Essen verkaufen der Innbegriff der Autentizität eines Landes.

Foodtrucks in Tulum | Zona Hotelera

Am Abend machen wir uns auf den Weg zu einer kleinen Ansammlung von >> Foodtrucks entlang der Carr. Tulum-Boca Paila bei ungefähr Kilometer 8. Von unserem Hotel laufen wir ca. 1,5 km die Straße entlang. Einen Gesteig gibt es hier nicht und auch keine Beleuchtung. Handy oder Taschenlampe baucht man auf jeden Fall, schon alleine um die Autos auf einen aufmerksam zu machen.

In der Foodtruck-Area sitzt man an großen Tisch nett unterm Sternenhimmel und kann zwischen Tacos, Empanadas, Burgern und Pizza wählen. Letztere sieht wirklich toll aus, aber ich esse aus Prinzip im Urlaub nur die typische Landesküche, daher nur meine optische Einschätzung was die Pizza betrifft. Wir bestellen uns Nachos al pastor und Tacos mit Huhn und Schwein. Sehr lecker, wenn auch etwas teurer, als im Zentrum von Tulum. Dafür spielt und singt ein Musiker unaufdringlich und berieselnd, landestypische Musik und die Stimmung ist entspannt und ausgelassen. Cocktails, Bier und alles andere gibt es an der kleinen Bar. Wichtig: unbedingt mit Insektenspray einsprühen!

Parque Dos Ojos | Cenotes

Wir starten direkt nach dem Frühstück, denn wir wollen direkt um 9 Uhr an den Cenoten sein, um den Touristengruppen zuvor zu kommen. Der >> Parque Dos Ojos bietet verschiedene Cenoten, die alle einzeln bezahlt werden müssen. Wir entscheiden uns für die beiden Cenoten, die man auf eigene Faust erkunden kann – es gibt noch mehr, welche nur mit Guide erfroscht werden dürfen.

Die Cenote Nicte-Ha (Eintritt: 200$) und die Cenoten Dos Ojos – Zwei Augen (Eintritt: 350$) liegen vom Parkeingang 1 km und 2 km entfernt. Man kann mit dem eigenen Auto zu den Cenoten fahren.

Cenote Nicte-Ha

Die Cenote Nicte-Ha ist eine offene Cenote, in die auch Sonnenlicht fällt. Das Ergebnis: reichlich Unterwasserpflanzen zwischen denen sich kleine Fischchen bewegen. Wenn man ganz still sitzt, kommen die Fischchen ganz nah heran und „küssen“ die Beine oder Arme. Neugierig die Kleinen. Diese Cenoten haben wir für ca. 45 Minuten für uns alleine. Total schön, denn das Wasser ist erfrischend und glasklar, sodass man auf den Grund sehen kann.

Cenote Dos Ojos

Die Cenoten Dos Ojos sind leider schon höher frequentiert. Hier kann auch getaucht werden, denn die Höhlen sind im Vergleich zur Nicte-Han sehr viel größer. Beide Augen sind halboffene Cenoten, die zwar noch Tages- aber kein direktes Sonnenlicht abbekommen. Deshalb gibt es hier auch keine Pflanzen, dafür kleine Fische und schroffe Felsen. Über unseren Köpfen hängen Stalaktiten von der Höhlendecke, die wie Blüten aussehen. Das Wasser ist hier bestimmt nochmal ein paar Grad kühler und die Mosquitos auf dem Weg sind unerbittlich. Leider darf man sich hier nicht mit Insektenspray einsprühen, um das Wasser der Cenoten nicht zu verunreinigen. Das Ergebnis: sieben Mückenstiche, davon vier im Gesicht. Ich sehe aus, wie ein Boxer nach einem Kampf.

Mein Tipp: Unbedingt große Handtücher zum Einwickeln und herumwedeln mitnehmen um die Mosquitos zu vertreiben!

Mittagessen im El Camello (Jr)

Cenoten machen hungrig, also machen wir uns zum Mittagessen wieder auf den Weg in das Zentrum von Tulum. Direkt an der Hauptstraße 307 liegt das El Camello (Der Kamelreiter), das mittlerweile noch durch den Zusatz Jr ergäntz wird, da wahrscheinlich der Sohn das Restaurant übernommen hat. Die 150 Sitzplätze sind bis auf den letzten Platz gefüllt. Einheimische überwiegen hier in der Anzahl deutlich: Arbeiter, Familien, hier findet man jedes Klientel – ein gutes Zeichen. Zur Begrüßung gibt es direkt eine Schale Nachos, Bohnenpaste, Salsa, Limetten und scharf eingelegte Chili auf den Tisch. Wir bestellen uns Ceviche mit Fisch, Tacos mit Octopus und im Bananenblatt mit Chili gedämpftes Fischfilet. Köstlich! Die Teller sind nicht besonders schick angerichtet, aber das Essen schmeckt toll und authentisch. Zum Essen trinken wir ein Melonenwasser (Melone mit Wasser püriert) und einen Cocktail mit Bier und zahlen insgesamt nur $500 – ein echtes Schnäppchen und sehr zu empfehlen. Mein Tipp: nicht zu viel auf einmal sondern lieber nacheinander bestellen, denn die Nachos „aufs Haus“ sind reichlich und sehr lecker, da braucht es eigentlich gar nicht mehr soviel dazu.

Ihr wollt wissen wie es weiter geht? Ich steige mit euch gemeinsam die Maya Pyramide Nohoch Mull in Coba hinauf und nehme euch anschließend mit nach Valladolid. Dort besichtigen wir einen Markt, essen bestes Streetfood und machen einen Ausflug nach Chichén Itza.

Unsere komplette Mexiko Reise:

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