Kreta Griechanland Heraklion Ägäis Antikristo Lammgrillen Traditionell Familienessen

Kreta | Von Oliven, Honig und einem Lamm

Dieser Beitrag enthält Werbung für Kretische Spezialitäten. Auf die Reise nach Kreta wurde ich von >> European Food Masters eingeladen.

Griechischer Wein und die altvertrauten Lieder. Schenk‘ nochmal ein, denn ich fühl‘ die Sehnsucht wieder… Na, wer bekommt bei diesen Worten nicht direkt Lust sich ein Glas Wein zu füllen und dieses, mit Blick auf die Ägäis und dem lauen Wind der griechischen Insel Kreta der einem um die Nase weht, zu genießen. Ich hatte das Glück drei Tage auf Kreta Land, Kultur und Leute kennenlernen zu dürfen.

Neben Olivenöl, Oliven, Kretischem Honig und Käse gab es vor allem: Schnaps. Und Wein. Griechischen Wein, natürlich! Versteht sich von selbst.

Wir besuchen am ersten Tag das Archaeological Museum of Heraklion und schauen uns an, wie die Kretaner schon vor tausenden von Jahren Geschirr getöpftert und aus Bronze riesige Kessel getrieben haben. Ich mache hier so viele Fotos, weil ich natürlich vor habe einiges nachzutöpfern, was ich hier sehe.

Besonders beeindruckt mich der Bronze Kessel aus dem Jahre 1600 v.Chr. – diese Gulaschkanone, wie sie von unserem Guide liebevoll genannt wird, fasst ganze 400 Liter – vermutlich wurden hier Bohneneintöpfe gekocht. Gleich nebendran stehen Tonbottiche in denen man Wein zubereitet und gelagert hat. Das Museum ist wirklich interessant und es gibt reichlich zu sehen. Ich würde aber unbedingt eine Führung machen sonst entgehen euch die Feinheiten.

Heraklion

Durch die Altstadt von Heraklion verläuft eine lange Marktstraße (diese heißt auf drei Abschnitten unterschiedlich: Apostolou Pavlou, Pl- Kallergon & 25is Avgoustou) von der Stadtmauser bis hinunter zum Hafen. Hier versammeln sich die Griechen um tagsüber im Café zu sitzen und ihre Einkäufe zu erledigen. Es lohnt sich vor allem ein Blick in die Seitengassen. Hier habe ich z.B. an meinem letzen Tag die älteste Bäckerei Heraklions entdeckt: Touli.

Bougatza | Traditionelles Gebäck aus Griechenland

Weil es nachmittags noch auf eine Weinmesse gehen soll müssen wir uns unbedingt stärken. Laura und Daniel von ich-bin-Grieche.de erzählen uns von dem traditionellen griechischen Gebäck namens Bougatza: Filoteig, der z.B. mit mildem Käse oder Puddingcreme gefüllt wird. Bestreut werden beide Varianten mit Zimt, auf die Puddingcreme kommt dann noch zusätzlich Puderzucker oben drauf. Direkt in der Marktstraße gibt es ein Café, das sich genau auf diese Bougatza spezialisiert hat. Im >> PHYLLO SOPHIES bestellen wir uns die beiden klassischen Varianten. Ein Gedicht! Laura ist ganz aufgeregt „Sein erstes Mal vergisst man nie!“ Sie meint natürlich die Bougatza und ja: dieses Gebäck ist der Wahsinn! Sowas von lecker! Im Café werden auch noch andere Füllungen serviert, wie z.B. Spinat (Spanakopita) und Käse (Tiropita). Durch ein Fenster vom Gastraum in die Backstube kann man der Köchin dabei zusehen, wie sie die Bougatza füllt und faltet.

Den Abend lassen wir alle gemeinsam bei Wein und Bifteki ausklingen. Aki erzählt uns von Dakos, dem traditionellen trockenen Brot, das auf dem Tisch steht und wie man dieses zum Frühstück isst. Nämlich mit Tomaten und Käse oben drauf und natürlich: Olivenöl. Das probiere ich natürlich direkt am nächsten Morgen.

An unserem zweiten Tag auf Kreta besuchen wir verschiedene Produzenten die traditionelle Produkte Kretas herstellen. Sechs Stationen sind es insgesamt an diesem Tag und natürlich gibt es an jeder Station etwas zu essen. Das ist den Griechen besonders wichtig: sie wollen andere glücklich machen – am liebsten mit Essen, erklärt uns Laura.

Olivenernte auf Kreta

Griechenland ist bekannt für sein köstliches Olivenöl. Nicht nur ich bin schon vor einiger Zeit von italienischem auf griechisches Olivenöl umgestiegen, auch grundsätzlich werden Olivenprodukte aus Griechenland in den Köpfen der Menschen immer präsenter. Wenn man so über die Insel fährt sieht man den Wald vor lauter Olivenbäumen kaum – wahnsinn: alles voller Olivenbäume. 38 Millionen sind es übrigens an der Zahl.

Speziell auf Kreta hat die Olive optimale Bedinungen um zu wachsen und zu gedeihen. Das mediterrane Klima, im Winter -2°C bis im Sommer maximal 40°C, sind ideal für die kleinen Früchte. In den Olivenhainen in Emparos wird außschließlich von Hand geerntet. Die Erntehelfer schlagen mit Stöcken gegen die Äste der Bäume und bringen so die Oliven zu Fall – geerntet wird von November bis März ca. 10 Stunden am Tag. Direkt am Abend werden die Oliven dann auch gleich verarbeitet um die höchste Qualität zu garantieren. Die traditionelle Erntemethode ist einer der Gründe, warum die Olivenbäume nach der Ernte zurück geschnitten werden müssen. Denn Bäume, die höher als 2,50 m sind können nicht mehr von Hand geerntet werden. Und die Schüttelarme können/wollen nicht überall eingesetzt werden.

Welche Oliven wofür verwendet werden entscheidet sich übrigens nach der Sorte. Manche Sorten sind für Olivenöl aber nicht zum direkten Verzehr geeignet, wieder andere eben genau anders herum. Ich kann Euch nur raten: probiert euch einfach mal durch: Olive ist nicht gleich Olive.

Traditionell Griechisches Gebäck aus Kreta

Das traditionelle Griechische Gebäck, das uns hier bei Emparou Nama in Emparos serviert wird, kommt von einer Frauen Kooperative aus dem Dorf. Griechische Mamas und Omas, die die Kräuter für die Gebäcke selbst in den Bergen und auf den Wiesen sammeln, stehen dann gemeinsam in der Backstube um die leckersten Köstlichkeiten zuzubereiten. Rosinengebäck, Käsekringel und Kalitsounia – uns gehen die Augen über. Und obwohl wir gerade vom Frühstück kommen und schon beim Herumlaufen auf dem Firmengelände das ein oder andere Stück schnabolieren ist es damit nicht genug. Als wir wieder im Bus sitzen wird uns natürlich wieder direkt das leckere Gebäck unter die Nase gehalten: wir sollten doch noch ein bisschen was essen. Wer weiß schließlich wann es das nächste Mal etwas gibt?! Soll ich Euch sagen wann? Genau eine halbe Stunde hat´s gedauert, bis es die nächste Essenspause – ähm Verzeihung – Besichtigung gab. Die Grenzen verschwimmen hier auf Kreta etwas… und so geht das den ganzen Tag weiter.

Wie wird griechisches Olivenöl hergestellt?

Es gibt drei Qualitätsstufen von Olivenöl erklärt uns Angelos in Kidonakis, einer Kooperative für Olivenöl und Gemüseprodukte. Die ersten beiden Kategorien, das extra vergine und das vergine Olivenöl werden ausschließlich durch mechanische Erstpressung gewonnen. Hier werden die Oliven zu einer Paste vermahlen und dann ausgepresst. Eine Temperatur von 27°C darf das Öl dabei nicht überschreiten. Die beiden Qualitätsstufen unterscheiden sich hier lediglich im Säuregehalt. Unter 0,8% hat das Öl die Kategorie extra vergine, bei einem Säuregehalt zwischen 0,8 und 2% wird es als vergine kategorisiert. Steuern können die Olivenbauern den Säuregehalt des Olivenöls übrigens nicht. Seltenst sind es 80% extra vergine aus einer Ernte, manchmal nur 20% – meist irgendwas dazwischen. Schwierig da zu kalkulieren.

Der Trester – also Haut, Kerne, etc. – eben alles, was nach der ersten Pressung übrig bleibt, wird nun weiterverarbeitet. Der Olivenbrei wird erhitzt und dadurch der letzte Rest Öl gewonnen, dieser wird dann z.B. für kosmetische Zwecke verwendet ist aber nicht mehr als Nahrungsmittel zugleassen. Und der Abfall? Das sogenannte Olivenholz, also die ausgepressten Schalen/Kerne/Blätter werden zu Pellets gepresst und zum Heizen verwendet – das nenne ich mal nachhaltige Landwirtschaft.

Funfact: Aki erzählt uns, dass nicht selten Italienische Händler Olivenöl in Griechenland einkaufen, in Italien abfüllen und als italienisches Olivenöl weiterverkaufen.

Die besten Oliven Kretas

… sind eindeutig die Stafidolies. Ihr müsst wissen, eigentlich mag ich keine Oliven. Aber, wenn man schon mal an der Quelle sitzt… dann probiere ich natürlich auch alles aus. Und siehe da: die Stafidolies fand ich einfach total lecker. Nicht zu sauer, nicht zu bitter – leicht schrumpelig. Ich habe mir dann direkt eine große Ladung gekauft und werde sie an meine Liebsten verteilen.

Kretischer Honig

Neben Olivenöl ist Kreta vor allem auch für seine Wildkräuter und den daraus resultierenden Honig bekannt. Rund 3000 Imker gibt es auf der Insel und alle produzieren den Honig auf gleiche Weise. Ihre Bienenvölker setzen die Imker an sechs verschiedenen Orten in den Bergen aus. Warum? Die Böden sind hier relativ trocken und daher geben die Pflanzen nicht so viel Nektar, wie bspw. bei uns. Die Bienen müssen also größere Gebiete absammeln um auf die gleiche Menge Nektar und letztlich Honig zu kommen. Vor allem auf die einheimischen Wildkräuter haben es die kleinen Tierchen abgesehen. Aber genau diese Kräuter machen den Honig auch so einzigartig im Geschmack. Weil es auf Kreta ausserdem Pinienwälder und Thymianfelder gibt, findet man auch genau diese drei Sorten bei Costas Fragiadakis und seiner Familie. Entweder sortenrein oder eine Mischung aus allen dreien. Ganz egal wie: dieser Honig ist einfach richtig lecker.

Costas selbst ist ein Pfundskerl. Er liebt seine Bienen, seine Familie, seine Berge und seinen Honig. Ich finde es immer wieder schön Menschen zuzuhören, die mit Leidenschaft bei der Sache sind. Egal, wofür man brennt. Wenn man etwas liebt kann man andere davon begeistert. Costas beigeistert uns alle!

Wir essen seinen Honig auf Käse, traditionellem griechischem Gebäck und pur. Die Finger kleben, aber wir sind doch alle ziemlich glücklich mit dem verschmierten Honig um unsere Münder…

Antikristo | Traditionelles Lammgrillen mit der Familie

Das Highlight des Tages ist eindeutig das traditionelle Lammgrillen bei Michalis Xilouris und seiner Familie. Das Lamm wird hier beim Antikristo (so nennt sich diese Grillmethode) in kleinen Stücken auf einem Gitter platziert und in der Mitte ein Feuer entfacht… Dadurch gart das Fleisch relativ schnell – in ca. 1,5 bis 3 Stunden hat man ein ganzes Lamm gegrillt. Ganz wichtig dabei: das Fleisch wird nur einmal gedreht. Es wird gegessen, Schnaps getrunken, gegessen und wieder Schnaps getrunken. Ich übertreibe nicht! Achja: und zum Essen und zwischen den Schnäpsen gibt es natürlich auch noch Wein. Griechischem Wein… ihr wisst schon.

Wahnsinn was hier alles aufgefahren wird zu dem wirklich köstlichen Lammfleisch dazu. Kleine frittierte Zucchinibällchen mit Feta, gefüllte Wirsingblätter mit Reis und Hackfleisch, die mich von der Aromatik sehr an Weinblätter ( >> Rezept für Weinblätter) erinnern, Nudeln mit griechischem Graviera ( griechischer Hartkäse aus Schafsmilch), Fava (ein Dip aus pürierten gelben Platterbsen, bei Ina gibt es ein Rezept dafür >> Fava), verschiedenes herzhaftes Gebäck mit Käse, Salat, natürlich Feta mit Olivenöl und Oregano oben drauf und ein Frischkäse, der irgendwie ähnlich aussieht und schmeckt wie Ricotta. Ein wahres Festmahl. Das macht man nicht einfach so mal schnell nebenbei – beim Antikristo kommt die ganze Familie zusammen. Und obwohl wir den ganzen Tag lang nur gegessen haben, können wir hier auch nicht an uns halten – obwohl wir wirklich allesamt kurz vorm Platzen sind. Aber: es schmeckt einfach alles sooo gut! Wie bei einer Griechischem Mama – hat ja auch die Mama von Michael gekocht und vorbereitet. Grandios! Ich fühle mich hier direkt wohl und aufgehoben, und sehr willkommen. Eine unbeschreiblich herzliche Familie.

Nachdem wir uns mit den herzhaften Leckereien kugelrund gegessen haben beschließen Ina und ich einen kleinen Verdauungsspaziergang zu machen. Wir kommen genau 16 m weit, denn dann passt uns Elpjda (die Mutter von Michalis) ab und zeigt uns ihren Sweet Table. Süße Kringel, Käsepäckchen: gefüllter Filoteig mit Frischkäse, die nach dem Backen in mit Orangenschale und Zimt aromatisiertem Sirup getränkt werden, kleine Sesamtörtchen mit Frischkäsefüllung, Kalitsounia und dann diese beiden Kuchen. Dieser supersaftige Apfelkuchen mit Walnüsse und Zimt und der ebenfalls köstlich saftige Kürbiskuchen mit Zimt und Walnüssen. Ich bin fast ausgeflippt, als ich diese beiden probiert habe. Ina übrigens auch. Sofort habe ich Elpjda gefragt, ob sie mir die Rezepte verraten würde und das tat sie nur zu gerne.

Wir setzten uns zusammen mit Laura, die als Dolmetscherin fungierte, an einen Tisch und Elpjda fing an zu erzählen wie man diese beiden Kuchen backt. Nach ca. 5 Minuten kam die Erste mit Schnaps zu uns an den Tisch und „Yamas“ wir tranken die erste Runde. Während Elpjda Laura also weiterhin auf griechisch erklärte, wie der Kuchen zu backen ist, fing der nächste an Schnaps mit uns trinken zu wollen und quatschte dazwischen… nach weiteren fünf Minuten herrschte ein totales Durcheinander. Wir standen am Tisch, tranken Schnaps und lachten – es war wie ein griechisches Sodom und Gomorra im Schlaraffenland – dabei schrie Laura die Übersetzung des Kuchenrezeptes zu mir herüber, während ich diese in mein Handy tippte und Elpjda versorgte mich abwechselnd mit Schnaps und Kuchen. Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal einen so fröhlichen und herzlichen Abend mit wildfremden Menschen erlebt habe.

Den Kuchen habe ich natürlich nachgebacken, weil ein paar Infos – vor allem die Backzeit betreffend – bei dem vielen Schnaps und Geschrei untergegangen sind, musste ich drei Mal gebacken, bis der Kuchen genau so aussah und schmeckte wie bei Elpjda. Das Rezept findet ihr hier >> Griechischer Apfelkuchen mit Olivenöl

Das macht die Griechen aus: unbändige Herzlichkeit

Vielleicht ist es genau das, was die griechische Kultur oder die Griechen ausmacht: die unbändige Herzlichkeit jedem gegenüber der sich traut in ihre Welt einzutauchen und sich auf diesen Austausch einzulassen. Einmalig!

Griechen wollen dich glücklich mesten

Das Ziel der Griechen: andere Menschen glücklich machen. vornehmlich mit Essen – man könnte das auch als glücklich mesten bezeihnen, was die Menschen hier betreiben. Aber auf so eine liebevoll uen herzliche Art, dass man ihnen nicht mal böse sein kann, wenn sie einem das 100ste Stück Gebäck in den Mund schieben wollen. *lacht

Müde, glücklich und rund gegessen fallen wir an diesem Abend ins Bett. Ich habe am nächsten Tag nochmal Zeit etwas durch die Stadt zu schlendern und die Seitengassen in Heraklion zu erkunden.

Kretanischer Bergtee

Wer nach Kreta kommt, muss diesen Tee probieren. Nicht nur die Griechen, die hier Urlaub machen kaufen diesen Tee in rauen Mengen, längst hat sich seine gesundheitsfördernde Wirkung bei Erkältungen auch bei den ausländischen Touristen herumgesprochen. An jeder Ecke verkaufen Straßenstände diesen Tee und diverse andere Gewürze wie z.B. Dictamus. Ich habe zwei sehr nette Läden entdekt die ich hier weiter empfehlen kann. Da wäre zum einen der >> NUTS&HERBS direkt neben dem >> Coffe Roasters Koudoumas. Hier bekommt man neben dem Bergtee und anderen lokalen Gewürzen auch Trockenfrüchte, Honig und – angeblich – das beste Halva der Stadt. So sagt es mir zumindest ein älterer Herr, als ich dort einkaufe. Der zweite Laden ist Vassiliki´s Herb Broidery, direkt neben der St. Minas Kathedrale. Der Inhaber von Vassiliki´s ist ein wandelndes Lexikon und erklärt mir alle Kräuter und Gewürze, die er im Sortiment hat ganz genau. Ich probiere hier frisch aufgebrühten Tee und Mihta Mios ein Baumharz, das als natürlicher Kaugummi fungiert. Leider hat dieser keinen besonderen Geschmack, aber witzig ist es allemal auf den kleinen weißen Brocken herumzukauen.

Kathedrale St. Minas

Eine wunderschöne Kirche St. Minas an einem nicht so schönen Platz. Die Hinterseite des bunt geschmückten Gebäudes ist durch Bauzäune abgespeerrt, was lokale Graffitikünstler bzw. welche die es mal werden wollen aber wohl trotzdem nicht davon abhält die Wände der Kirche mit Gekritzel zu besschmieren. Trotzdem lohnt sich der Blick auf die Rückseite, weil das Gebäude hier wirklich ebenfalls imposant ist. Auf der anderen Seite trohnt die Kathedrale auf einem sauberen großzügigen Platz und die schweren Holztüren mit den bunten Glasfenstern laden zum Eintreten ein. Von innen ein spekatkulärer Anblick. Reichhaltig geschmückt und bemahlt, viel Gold und Silber. In der ganzen Kirche stehen einzelne Bilder von Heiligen in kleinen Schreinen vor denen die Gläubigen sich bekreuzigen und dann die Stirn auf das Bild drücken. Habe ich vorher noch nie gesehen und ich bin ganz gefesselt von dieser echten Atmosphäre in dieser Kirche. Eine ältere Frau – vermutlich eine Aufpasserin – ganz in schwarz gekleidet, lächelt mich immer wieder an, als ich mit offenem Mund durch die Kirche laufe und die Fresken bestaune.

Kalamaki Meat Bar | Streetfood in Heraklion

Griechen essen eigentlich immer. Immer viel und immer gut. Deshalb ist es nicht schwierig leckeres Essen zu finden. Für schnell auf die Hand kann ich die >> Kalamaki Meat Bar sehr empfehlen – Fastfood aber wirklich gut gemacht.. Hier gibt es Pita mit Kalamaki (Souvlaki), Bifteki und anderen gegrillten Fleischspießen. Wirklich köstlich – ihr solltet euch die Tzatziki dazu bestellen. Die schmeckt hier wirklich göttlich. Ganz wichtig: die frische Zitrone immer übers Fleisch träufeln.

Beim Schlendern durch die Straße entdecke ich dann auch ein paar nette Seitengassen. In der einen Gasse links und rechts Fischgschäfte, die ihre Ware anpreisen. Dazwischen Obsthändler mit bunten Früchten und knackigem Gemüse.

Toulis Bros O.E. | Die älteste Bäckerei Heraklions

Die kleine >> Bäckerei Touli sieht von aussen sehr unscheinbar aus und weckt damit sofort mein Interesse. Oft sind es nämlich die kleinen unscheinbaren Geschäfte, die die beste Ware anbieten oder die längste Tradition haben. Und tatsächlich in den 5 Minuten in denen ich in der kleinen Bäckerei stehe, die übrigens von oben bis unten mit Backwaren gefüllt ist, kommt ein Einheimischer nach dem anderen herein. Immer ein gutes Zeichen. Die Verkäuferin erzählt mir, dass die Bäckerei die älteste in ganz Heraklion ist und schon seit 1865 existiert. Ich kaufe ein paar traditionelle Gebäcke: Kalitsounia (Törtchen mit Ziegenfrischkäse), Kekse mit Honig und dunkler Schokolade und Kekse mit Rose. Mein Highlight hier sind auf jeden Fall die Kalitsounia – dieses kleine Gebäck ist das Aushängeschild der kretischen Gebäcke. Solltet ihr unbedingt probieren.

Nach meiner Einkaufstour gehe ich zurück ins Hotel, packe meine Koffer und fliege wieder nach Hause. Kreta lohnt sich. Es war bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich hier war.

Einen weiteren Reisebericht findet ihr bei meiner Freundin Ina von inaisst.de >> Kreta | Griechisches Olivenöl, Ziegenkäse und Wildkräuter Honig.

Vielen lieben Dank an >> European Food Masters, die mich auf diesen wunderbaren Ausflug in die kretische Kultur eingeladen haben. Ich habe die Zeit auf der griechischen Insel sehr genossen, tolle Gespräche geführt und leckeres Essen und köstliche Rezepte mit nach Hause gebracht.

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