Der perfekte Käsekuchen cremig Cheesecake Kuchen backen einfach Tipps und Tricks Schritt für Schritt erklärt Sonntagskuchen ohne Aroma ohne Puddingpulver

Der perfekte Käsekuchen

Der Titel „Der perfekte Käsekuchen“ verspricht epochalen Käsekuchengenuss und ich garantiere hiermit, ich enttäusche Euch nicht. Seit ca. 20 Jahren liebe ich einen ganz bestimmten Käsekuchen, den es nur in Reichenschwand in der Konditorei Steinert gab. Leider hat diese letztes Jahr zugemacht und so stand ich nun vor dem Rätsel… wie um Himmels willen wird dieser unfassbar köstliche perfekte Käsekuchen gebacken? Ich habe so viele Käsekuchen in meinem Leben gebacken, so viel herumexperimentiert, aber nun kann ich endlich sagen: ich habe ihn gefunden.

Er ist cremig und saftig, hat einen leichten Geschmack nach Vanille und Zitrone. Und das aller Beste daran: es ist überhaupt kein Hexenwerk ihn zu backen. Ofen auf und Ofen zu? Erst bei Temperatur X, dann bei Temperatur Y? Nein, nein. Der Kuchen wird einfach bei 160 °C gebacken. Aber natürlich gibt es trotzdem einige Kniffe, die ich euch jetzt unbedingt verraten möchte.

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Wie backt man den perfekten Käsekuchen?

Es gibt ein paar Tipps und Tricks, die dazu führen werden, dass ihr einen optisch wunderschön glatten Käsekuchen und eine Klümpchenfreie Käsekuchenmasse erhaltet. Ich verrate Euch meine 7 Geheimtipps:

  1. Form einfetten. Wenn ihr einen Käsekuchen backt, bei dem auch die Käsekuchenmasse den Rand der Springform berührt, solltet ihr diese unbedingt einfetten. Denn die Füllung klebt beim Backen fest, dehnt sich aus und wenn der Kuchen dann abkühlt, reisst die Oberfläche. Fettet ihr aber eure Form ein, kann die Käsekuchenfüllung beim Abkühlen einfach an der Form herunter gleiten.
  2. Keine Luft einschlagen. Je mehr Luft ihr in eure Käsekuchenmasse schlagt, desto mehr fällt euer Käsekuchen beim Abkühlen zusammen. Die Luftbläschen dehnen sich beim Backen aus, und schrumpfen anschließend wieder. Die Folge ist eine gerissene Decke. Deshalb: immer vorsichtig von Hand (!!!) mit einem Schneebesen verühren und dabei keine Luft in die Masse schlagen.
  3. Bei niedrigen Temperaturen backen. Je heißer ihr euren Käsekuchen backt, desto schneller wird er aussen braun während er in der Mitte noch roh ist. Daher: lieber langsam und niedriger backen. Ausserdem geht ein Kuchen in einem heißeren Ofen schneller auf. Genau das wollen wir ja aber nicht, damit die Decke nicht reisst. Ich empfehle Euch eine Temperatur von 160°C – mehr braucht ein Käsekuchen nicht.
  4. Im Ofen auskühlen lassen. Ein Käsekuchen sollte immer langsam abkühlen. Daher solltet ihr euren Käsekuchen nach der Backzeit immer im heißen Ofen, bei geschlossener Tür, auskühlen lassen (nach ca. 3 Stunden könnt ihr die Tür einen Spalt öffnen, damit Feuchtigkeit entweichen kann). Das dauert natürlich einige Stunden, aber das Ergebnis überzeugt. Natürlich muss hier auch die Backzeit beachtet werden, denn wenn der Kuchen im heißen Ofen bleibt, muss die Backzeit bei voller Temperatur natürlich reduziert werden. So Pi mal Daumen könnt ihr 20 Minuten Backzeit von regulären Rezepten abziehen und diese Zeit durch das Abkühlen im Ofen ersetzen.
  5. Stärke in der Masse. Die Stärke stabilisiert die Käsekuchenmasse und führt, zusammen mit den Eiern, zu einer schönen Bindung. Richtig geschmeidig. Die meisten von Euch werden es kennen, dass man Puddingpulver in den Käsekuchen mischt. Das ist im Prinzip das Gleiche, da Puddingpulver fast ausschließlich aus Stärke besteht. Der Rest sind künstliche Aromen und Farbstoffe, und genau die braucht wirklich kein Mensch.
  6. Quark abtropfen lassen. Damit die Käsekuchenmasse nicht zu wässrig wird und der Boden nicht aufgeweicht wird, solltet ihr den Quark unbedingt abtropfen lassen. Ich habe verschiedene Zeiten getestet und empfinde 2 Stunden bei Raumtemperatur als ideal. So ist der Quark noch saftig ohne wässrig zu sein.
  7. Reihenfolge beim Zusammenrühren beachten. Ganz wichtig: egal, welche Zutaten in eure Käsekuchenmasse kommen, immer zuerst die Stärke mit der Flüssigkeit (hier: Sahne) glatt rühren, damit keine Klümpchen entstehen. Erst dann Zucker, Quark, Schmand etc. und ganz zum Schluss die Eier unterrühren. Wieso? Eier führen dazu, dass trockene Zutaten wie z.B. Stärke verklumpen. Indem ihr die Eier also als letztes unterrührt, verhindert ihr dies und bekommt eine homogene und cremige Masse.
Der perfekte Käsekuchen cremig Cheesecake Kuchen backen einfach Tipps und Tricks Schritt für Schritt erklärt Sonntagskuchen ohne Aroma ohne Puddingpulver
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Der perfekte Käsekuchen
Kalorien: 520kcal

Zutaten

Für den Mürbteig:

  • 200 g Mehl
  • 100 g Mandeln
  • 80 g Puderzucker
  • 1 Ei (M)
  • 120 g Butter
  • Prise Salz
  • 1 TL gemahlene Bourbon Vanille

Für die Füllung:

  • 200 g Schlagsahne
  • 60 g Stärke
  • 120 g Puderzucker
  • 2 Pck. Vanillezucker
  • 500 g Quark (20%)
  • 450 g Schmand
  • 1 Zitrone (Abrieb davon)
  • 5 Eier

Zubereitung

  • Die angegebene Menge ergibt einen Käsekuchen mit 26 cm Durchmesser. Ich verwende diese >> Springform*.
  • Lasst den Quark und den Schmand in einem Sieb, das ihr mit einem Stück Küchenkrepp auslegt, für ca. 2 Stunden abtropfen (Bitte nicht länger, denn dann riskiert ihr, dass der Quark zu trocken und die Käsekuchenmasse nach dem Backen nicht mehr saftig ist.).

Mürbteig zubereiten

  • Verknetet alle Zutaten für den Mürbteig miteinander und drückt diesen in eure Springform. Zieht den Rand schön hoch, denn dieser wird sich durch das Blindbacken etwas senken. Ich lege den Boden meiner Springform immer mit Backpapier aus und fette den Rand zusätzlich ein. So bleibt auch sicher nichts kleben.
  • Stellt nun den Teig für mindestens 30 Minuten kalt. Heizt den Ofen auf 180°C Umluft vor, stecht den Boden mit einer Gabel mehrmals ein und backt den Teig für 12 Minuten. Lasst ihn anschließend für ca. 20 Minuten abkühlen. Stellt den Ofen nun auf 160°C Umluft.

Käsekuchenfüllung zubereiten

  • Haltet Euch unbedingt an die Reihenfolge beim zusammenrühren der Käsekuchenmasse. Verrührt zunächst mit einem Schneebesen (von Hand) die Sahne mit der Stärke. Danach kommt der Puderzucker und Vanillezucker hinzu. Reibt die Zitronenschale ab.
  • Rührt nun Quark, Schmand und Zitronenabrieb hinein. Rührt unbedingt solange, bis eine komplett homogene Masse entstanden ist.
  • Zuletzt kommen die Eier hinein. Ebenfalls unterrühren, aber nicht zu wild schlagen, damit ihr keine Luft mit in die Masse schlagt. Füllt die Masse in die Springform.
  • Backt nun den Käsekuchen bei 160°C Umluft für 45 Minuten, stellt nach dieser Zeit den Ofen aus, lasst aber den Käsekuchen unbedingt noch solange bei geschlossener Ofentür im Ofen, bis dieser auf Raumtemperatur abgekühlt ist. Das dauert einige Stunden. Nach ca. 3 Stunden öffne ich die Ofentür einen Spalt, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
  • Und nun könnt ihr euren Käsekuchen essen – ich gönne ihm noch zusätzlich eine Nacht im Kühlschrank zum Durchziehen. Das ist aber kein Muss.

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27 Kommentare

    1. Roya

      5 stars
      ENDLICH Ich habe ihn gefunden den Perfekten Käsekuchen nach jahrelangem suchen. Ich habe in gebacken und er ist ein Traum. Ich bin so mega happy. Muss mir jetzt gleich noch die anderen rezepte anschauen

  1. Sigrid

    5 stars
    Liebe Tina,
    ich habe den Kuchen gestern nachgebacken und bin total begeistert. Er schmeckt genauso, wie du ihn beschrieben hast.
    Danke für das Rezept.
    Viele Grüße, Sigrid

  2. Enrico

    4 stars
    Wie der Käsekuchen aus dem Ofen kam, war ich voll begeistert. Vom Geschmack, mache ich beim nächsten Mal etwas mehr Zucker rein. Ein Kuchen muss einfach Süss schmecken. Danke für das Rezept.

    1. Tina

      Freut mich, dass er dir gut gelungen ist Enrico!
      Klar, wie süß ein Kuchen sein muss ist natürlich sehr individuell – für echte Naschkatzen kann man ja noch etwas Zucker hinzugeben. Ich persönlich esse Kuchen lieber ohne anshcließenden Zuckerschock. 😉

      Liebe Grüße,
      Tina

      1. Isabel

        5 stars
        Hallo Tina,
        auch ich hab mich gestern an deinem Rezept versucht.
        Er ist sowas von gelungen, ein Traum! 🙂
        Danke für die genaue Beschreibung und die hilfreichen Tricks.
        Auch ich werde das nächste Mal allerdings ein kleines bisschen mehr Zucker in die Füllung geben 🙂
        LG
        Isabel

          1. merves_kitchen88

            5 stars
            Hallooo 😉 Ich backe auch liebend gern Käsekuchen und war auf der Suche nach einem knusprigen Käsekuchen Boden. Habe schon sehr oft versucht, dem Mürbteig blind zu backen, er ist aber jedes Mal “runtergelaufen” – der Teig is quasi beim Backen geschmolzen. Jetzt weiß ich nicht, ob ich mich noch einmal trauen soll :-/
            Dein Blog ist ûbrigens super schön 😉
            GLG <3

          2. Tina

            Vielen lieben Dank Merve für dein nettes Kompliment.

            Es ist übrigens gaz normal, dass der Teig beim Blindbacken etwas schrumpft. Daher ziehe ich den Teig am Rand deutlich höher, als ich es für den Kuchen letzlich brauche.

            Viele Grüße,
            Tina

  3. Barbarablume

    5 stars
    Genial einfaches Rezept, geniale Tipps, die sich bewährt haben! Ich hatte das Käsekuchenbacken schon fast aufgegeben, bis ich es mit diesem Rezept noch einmal gewagt habe. Alle bisherigen Rezepte kommen jetzt in die Tonne, denn dieses hier wird stibitzt und ab jetzt mein einzig wahres Gelingrezept!
    Keine Risse, suuper Geschmack, nicht zu süß, toller Glanz, kein Zusammenfallen, lecker Mürbteig.
    Ein riesengroßes Danke an Tina!

    1. Tina

      Liebe Barbara,

      ich freue mich gerade so sehr mit Dir! Ich kann so gut verstehen, wie frustriert man ist, wenn man an einem Rezept verzweifelt! Um so mehr freut es mich, dass Dir mein Käsekuchen so gut gelungen ist und er Dir so gut schmeckt!

      Liebe Grüße und weiterhin viel Spaß beim Backen,
      Tina

  4. Anna

    5 stars
    Der Käsekuchen hat mir die Augen geöffnet- ich glaube ich habe alles falsch gemacht. Alles zu viel gerührt, steif geschlagene Sahne und Eischnee untergehoben und mich dann gewundert, warum er zusammenfällt. Aber dieser ist nicht zusammen gefallen, hat allen geschmeckt und mein Mann fand ihn nach zwei Tagen noch besser.

    1. Tina

      Liebe Anna,

      ach ich freue mich so sehr darüber, dass Du nun endlich auch den perfekten Käsekuchen gebacken hast! Ich veröffentliche bald noch eine Version mit selbstgemachter Mohnfüllung! Köstlich!

      Liebe Grüße,
      Tina

  5. Christine

    5 stars
    Liebe Tina,

    Kann es sein, dass du beim Käsekuchen Rezept bei der Zubereitung den Schmand vergessen hast?
    Geiles gelingsicheres Rezept danke!
    Lg, Christine

    1. Tina

      Liebe Christine,
      ja Du hast Recht. Ich hatte ihn nicht nochmal explizit erwähnt. Habe ich soeben verbessert. Danke Dir fürs aufpassen!

      Liebe Grüße,
      Tina

  6. Renate

    5 stars
    Hallo Tina!
    Möchte gerne deinen Käsekuchen nachbacken, leider gibt es in Österreich keinen Schmand!
    Kannst du mir eine Alternative empfehlen?
    Dein Blog ist super!!!
    Liebe Grüße aus Österreich,
    Renate

    1. Tina

      Liebe Renate,
      hm… also Schmand hat ja einen Fettgehalt von ca. 20% bis 24%. Da Schmand ja im Prinzip Saure Sahne (bzw. Sauerrahm) mit erhöhtem Fettanteil ist, könntest Du z.B. die Menge an Schmand durch eine 1:1 Mischung aus Sauerrahm und Mascarpone ersetzen. Oder Du greifst auf einen Frischkäse mit einem Fettgehalt von ca. 20% bis 24% zurück.

      Liebe Grüße und viel Spaß beim Backen,
      Tina

  7. Klaus

    Liebe Tina.
    Nää, nää, watt ene Schweinerei. Eine schlimmer wie die andere. Dat is ja seelische Grausamkeit. Ich bin doch ein „Süsser“. Ne, ne, nicht so einer…. Ich bin doch Diabetiker. Und da ist der Anblick Deiner Rezepte -besonres Kuchen- schon schwer zu ertragen. Eijeijeijei, echt.
    Aber mal im Ernst. Ich (männl., im Rentenalter) habe den „Perfekten Käsekuchen“ Pfingsten ausprobiert. Früher habe ich aus Bequemlichkeit immer Fertigbackmischungen genommen. Mit unterschiedlichen (meist weniger guten) Ergebnissnen. Meistens in der Mitte eingefallen und ausserdem zu süss. Aber mit Deiner Anleitung ist er genauso perfekt geworden wie auf Deinem Bild. Für die Käsemischung habe ich nur ca. 85g. Puderzucker genommen (wegen meiner Diabetis) und einige Kirschen aus dem Glas (natürlich abgetropft) untergehoben, d.h. etwas Käsemasse einfüllen, dann einige Kirschen darauf verteilen, dann wieder Käsemasse darüber, wieder Kirschen verteilen und zum Schluß noch einmal mit Käsemasse abschließen. Ich habe die Kirschen absichtlich nicht in die Käsemasse untergerührt, weil die sich sonst verfärbt. Das weitere Vorgehen dann wie beschriebe und das Ergebnis war pefekt. Kein bisschen eingefallen und hat prima geschmekt. Das nächste Mal werde ich es mit Mandarinen probieren..
    Nochmal vielen Dank für das sehr gut erklärte Rezept

    1. Tina

      Lieber Klaus,
      ich freue mich total, dass Dir der perfekte Käsekuchen gelungen ist und Dir auch so gut geschmeckt hat!

      Mit Kirschen habe ich ihn noch nicht getestet – warte noch auf die Kirschsaison um ihn mit meinen heißgeliebten Kirschen – frisch vom Baum gepflückt – zu backen. Mit Mandarinen auf jeden Fall eine tolle Idee!

      Hast Du eigentlich die Variante mit Mohn schon probiert? Das ist ja meine Lieblingsvariante des Käsekuchens.

      Liebe Grüße,
      Tina

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