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Kaiserschmarrn aus Tirol

Vor zwei Wochen waren mein Liebster und ich Skifahren am Wilden Kaiser im Brixental. Am ersten Tag hatten wir traumhaftestes Wetter: kalt und sonnig. Der Schnee glitzerte auf der Piste und wir genossen den Tag in den Bergen. Das ideale Wetter um einen Kaiserschmarrn aus Tirol zu essen. In meinem Blogpost zeige ich Euch Schritt für Schritt, wie der perfekte Kaiserschmarrn gelingt.

Mittags kehrten wir in schöne Hütten ein und aßen die feinsten Tiroler Spezialitäten: Tiroler Gröstl, Käsespätzle, Germknödel und natürlich auch Kaiserschmarrn. Ich liebe diese Mehlspeise, esse sie aber lieber als Dessert als als Hauptgericht. Liegt vielleicht daran, dass ich generell kein Fan von Süßspeisen bin. Also, ich liebe Süßspeisen an sich, aber eben nur, wenn ich dann noch ein Wurstbrot dazu bekommen oder so. *lacht*

In unserem Hotel lag ein Magazin über das berüchtigte Hahnenkammrennen aus und dort las mein Liebster etwas über den besten Kaiserschmarrn Tirols, den es im Rasmushof in Kitzbühel geben sollte. Das Hotel liegt direkt gegenüber des Zielhangs der Streif. Also fuhren wir an einem Tag dorthin um Kaiserschmarrn zu essen. Und was soll ich sagen: es war der beste Kaiserschmarrn den ich je gegessen hatte. Süß und fein, fluffig und knusprig, buttrig und luftig. Einfach genial. Natürlich habe ich direkt in der Küche nachgefragt, ob es möglich wäre, das Rezept für den Kaiserschmarrn zu bekommen, damit ich ihn zu Hause nachkochen kann. In der Küche ist man solche Anfragen wohl gewohnt, denn der Koch schreib mir direkt das Rezept auf und erklärte mir genau, wie er den Kaiserschmarrn zubereitet und worauf man besonders achten muss: das Mehl!

Welches Mehl verwendet man für den Kaiserschmarrn?

Ganz klar, hier gibt es nur eine richtige Antwort: Griffiges Mehl! Ich habe schon oft Kaiserschmarrn gemacht, aber der entscheidende Unterschied ist das griffige Mehl bzw. doppelgriffige Mehl. Der Koch aus dem Rasmushof schwört darauf und betonte mehrmals, dass man unbedingt griffiges Mehl für den Kaiserschmarrn braucht. Da dieses Mehl gröber gemahlen ist, gibt es eine andere Struktur! Ihr könnt griffiges Mehl online kaufen, z.B. >> HIER*.

Eier trennen oder nicht?

Ganz klar: Nein! Sowohl der Rasmushof als auch Christian Winkler aus dem Auwirt trennen die Eier nicht und schlagen somit auch nicht die Eiweiße separat steif, ist auch nicht nötig. Denn Eier haben so oder so eine gewisse Triebkraft, da braucht es keinen Eischnee. Es reicht also die Eier zu verquirlen bis man keine Schlieren mehr sieht. Aber vorsicht: macht den Teig am Besten mit einem Schneebesen und nicht mit dem Handrührer, denn mit letzterem lauft ihr Gefahr das Ei zu „überschlagen“ und dann ist die Triebkraft dahin und euer Kaiserschmarrn geht nicht mehr so schön auf.

Das Grundrezept ist ganz simpel: Eier, Mehl, Milch, Zucker und Rumrosinen. Wichtig sind „viele“ Eier, denn durch Eigelb bekommt der Schmarrn seine schöne gelbe Farbe. Übrigens auch ein Qualitätsmerkmal: je heller ein Kaiserschmarrn ist, desto „billiger“ ist er hergestellt worden, weil wenig Eier bzw. Eigelbe drin sind. Und dann kann man ja sienen Schmarren noch aromatisieren mit z.B. Vanillezucker oder an Weihnachten auch z.B. mit Zimt. Da könnt ihr euch ja wirklich austoben.

Kaiserschmarrn bei Kitchen Impossible

In der aktuellen Kitchen Impossible Staffel müssen Tim Mälzer und Tim Raue in Kitzbühel bei Christian Winkler den Österreichischen Klassiker: Kaiserschmarrn mit Apfelkompott backen. Der Kaiserschmarren aus der Sendung ist meinem Rezepte sehr sehr ähnlich, das köstliche Apfelmus habe ich für euch gekocht. Dieses findet ihr hier >> APFELKOMPOTT.

Kaiserschmarrn aus Tirol
Kalorien: 600kcal

Zutaten

Für den Teig:

  • 100 g Mehl griffig (gibts online z.B. >> HIER*)
  • 150 g Vollmilch
  • 2 EL Zucker
  • 1/2 TL Vanillezucker
  • Prise Salz
  • 3 Eier
  • 1 EL Rumrosinen (Rosinen eingelegt in Strohrum)

Zusätzlich:

  • 1 EL Butter
  • 1 EL Zucker
  • Puderzucker

Dazu:

  • Apfelmus
  • Zwetschgenröster/Pflaumenkompott

Zubereitung

  • Heizt den Ofen auf 220°C Umluft auf.
  • Alle Zutaten in einer Schüssel zu einem glatten Teig verquirlen. Zuerst die Eier und die Milch, anschließend die restlichen Zutaten.
  • Erhitzt eine Pfanne und schmelzt etwas Butter darin.
  • Gießt den Teig in die Pfanne und backt ihn darin für ca. 4 Minuten. Der Teig sollte ca. 2 bis 3 cm hoch in der Pfanne stehen.
    Kaiserschmarrn Schritt für Schritt Rum Rosinen Pfanne Ofen
  • Stellt die Pfanne dann komplett in den Ofen. Hier sollte der Kaiserschmarrn nun für ca. 4 bis 5 Minuten backen.
    Kaiserschmarrn Schritt für Schritt Rum Rosinen Pfanne Ofen
  • Holt die Pfanne heraus. Zerrupftt den Kaiserschmarrn (mit zwei Löffeln) und wendet einige Teigstücke, sodass die Unterseite nach oben zeigt. Verteilt einen weiteren Esslöffel Zucker und einige Butterflocken auf der Mehlspeise.
    Kaiserschmarrn Schritt für Schritt Rum Rosinen Pfanne Ofen
  • Stellt den Kaiserschmarrn nun wieder in den Ofen und backt ihn für weitere 5 Minuten fertig. Der köstliche Klassiker sollte teilweise gebräunt und der Zucker karamellisiert sein.
    Kaiserschmarrn Schritt für Schritt Rum Rosinen Pfanne Ofen
  • Bestäubt den Kaiserschmarrn mit Puderzucker und serviert >> Apfelmus und/oder Zwetschgenröster dazu.

FRAGEN UND ANTWORTEN

  • Ja, ihr braucht griffiges Mehl für dieses Rezept. Griffiges Mehl hat eine gröbere Struktur und verändert daher das Mundgefühl erheblich. Wenn ihr den Schmarren mit einem glatten Mehl backt, übernehme ich keine Verantwortung. Griffiges Mehl gibt es in hiesigen Supermärkten wie z.B. EDEKA/REWE/REAL zu kaufen. Wenn ihr nach "Mehl griffig" im Internet sucht, findet ihr auch diverse Anbieter, bei denen ihr dieses Mehl kaufen könnt.
  • Ja, die Rosinen müssen in Strohrum eingelegt werden. 24 Stunden genügen. Der Strohrum hat einen ganz eigenen Geschmack, was nichts mit traditionell hergestelltem Rum zu tun hat. Aber auch dieser trägt erheblich zum Geschmack bei.
  • Nein, die Eier müssen nicht getrennt und schaumig geschlagen werden. Mich hatte dieser Fakt auch verwundert, aber im Gasthof versicherte man mir, dass der Kaiserschmarrn genauso zubereitet wird. Und: er schmeckt einfach göttlich!

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Lasst es euch schmecken, eure Tina.

Wie schreibt man Kaiserschmarrn eigentlich richtig?

Ich habe im Internet schon alle Schreibweisen gesehen, von Kaiserschmarrn bis Kaiserschmarren oder mit nur einem „r“ der Kaiserschmarn. Ganz ehrlich: im Prinzip ist egal Hauptsache er schmeckt! *lacht*

Original österreichischer Kaiserschmarrn mit Zwetschgenröster und Apfelmus
Kaiserschmarrn der mit Puderzucker bestäubt wird
Kaiserschmarrn mit Zwetschgenröster und Apfelmus in Eisenpfanne
Löffel mit Kaiserschmarrn und Zwetschgenröster

Mehr Rezepte:

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15 Kommentare

  1. Elena (heute gibt es...)

    Liebe Tina,
    ich habe bisher zweimal versucht Kaiserschmarrn zu backen, weil ich das so liebe! In beiden Fällen habe ich ein anderes Rezept benutzt und trotzdem war es nicht das wahre.
    Vielleicht liegt es daran, dass nie explizit griffiges Mehl erwähnt wurde oder die Rosinen einfach in Rum (ich habe natürlich einen herkömmlichen verwendet) eingelegt waren.
    Seitdem habe ich mich nicht wieder an Kaiserschmarrn getraut, sondern habe diesen lieber in guten Gaststätten gegessen.

    Ich werde dem ganzen auf jeden Fall nochmal eine Chance geben und probiere dein Rezept aus. Vielen Dank hierfür!

    Gruß Elena

    1. Tina

      Hallo Elena,

      ja, der Kaiserschmarrn ist schon eine Wissenschaft für sich. Ich wusste auch nicht, auf was man achten muss, bis der Koch im Rasmushof mich explizit darauf hinwies.

      Ich bin gespannt, wie es dir gelingt und wie dir der Kaiserschmarrn schmeckt.

      Liebe Grüße,
      Tina

  2. Frank

    5 stars
    Ich muss gestehen, meinen ersten Kaiserschmarrn hab ich mittels einer Fertigmischung hergestellt. Hat auch geschmeckt…aaaber…heute habe ich dieses Rezept ausprobiert und was soll ich sagen??? Nie wieder anders!!! Ein Highlight ist der karamellisierte Zucker. Statt dem halben Teelöffel hab ich ein ganzes Tütchen Vanillezucker genommen (ich steh‘ auf dieses Zeuch )! Alles in allem ein oberleckeres Feini vor dem Herrn! Vielen Dank für die Bereitstellung des Rezept’s!!!

    1. Tina

      Lieber Frank,

      es freut mich sehr, dass Dir der Kaiserschmarrn so gut geschmeckt hat – mit der extra Portion Vanillezucker! *lacht*

      Viele Grüße,
      Tina

  3. Martina Gökdal

    Liebe Tina. Unser bester Kaiserschmarren in Tirol war auf der Hockeckhütte oben an der Streif. In der Höhe und mit Buttermilch ein Gedicht.

    1. Tina

      Mit Buttermilch? Das klingt auch sehr spannend liebe Martina!

      Wenn ich wieder nach Kitzbühel fahre halte ich auf jeden Fall nach dieser Hütte Ausschau.

      Viele Grüße,
      Tina

  4. Ingrid Posch

    5 stars
    Der KAISERSCHMARRN IST EIN Gedicht.
    Der geht im Backofen richtig gut auf. Luftig, locker
    ☺️
    Hab die Sendung gesehen, und musste heute diesen Kaiserschmarrn nach Anleitung backen.

    Finde es super von Tim M.,dass er diese erstklassigen Rezepte wetergibt.

    Tim M. SENDUNG ist genial, es gibt nur ein Manko…, er schimpft einfach zuviel. Sehr ordinäre Worte

    Ansonsten 1a

    LG Ingrid

  5. Arne

    4 stars
    Hallo Tina,

    ein sehr schönes Rezept! Habe den Kaiserschmarrn gestern abend zubereitet – die Familie war begeistert. Eine Schwachstelle im Rezept gibt es aber meines Erachtens: Du schreibst „Der köstliche Klassiker sollte teilweise gebräunt und der Zucker karamellisiert sein“. Ohne den Einsatz eines Grills ist das aber wohl kaum möglich: Das fünfminütige Fertigbacken bei 220 °C (Umluft) bewirkt in puncto Karamell nämlich nullkommanix. Beim nächsten Mal werde ich daher entweder nach den ersten vier Minuten im Ofen von Umluft auf Grill umschalten und den noch ein paar Minuten vorheizen lassen oder aber den Crème-brûlée-Brenner anwerfen. Trotzdem mein bester Kaiserschmarrn bisher!

    1. Tina

      Lieber Arne,
      super Idee noch zusätzlich den Grill anzuschalten. Das probiere ich das nächste Mal auch aus – vielleicht wird der beste Kaiserschmarrn dann ja noch besser! *lacht

      Liebe Grüße,
      Tina

  6. Michaela

    5 stars
    Ein sehr geiles Rezept. Mein Mann als Pfannkuchen Fan war total begeistert. Mein Favorit die Rumrosinen. Wirklich toll.
    Schmeckte sogar kalt und noch mal aufgebraten.

    1. Tina

      Liebe Michaela,
      vielen lieben Dank für dein Kompliment!
      Ich freue mich sehr, dass Euch mein Kaiserschmarrn so gut geschmeckt hat.

      Liebe Grüße,
      Tina

  7. Ines Schneider

    4 stars
    Hallo! Vielen Dank für das gute Rezept. Geschmacklich war der Kaiserschmarrn sehr gut, allerdings hat es von der Konsistenz nicht gepasst und ich weiß nicht warum. Er ist praktisch gar nicht aufgegangen bzw. seltsamer weiße nur die Seiten in die Höhe, also insgesamt ist er eher horizontal aufgegangen und nicht vertikal. Weißt du vielleicht wieso das passiert ist? Außerdem habe ich das gleiche „Problem“wie Arne – bei mir karamellisiert im Ofen bei 220° der Zucker nicht.

    1. Tina

      Liebe Ines,

      wenn der Kaiserschmarrn nicht richtig aufgeht liegt das meist daran, dass das Ei überschlagen“ also zu lange und/oder zu fest gerührt wurde. Dadurch verliert es nämlich seine Triebkraft.
      Wenn der Zucker schwer oder nicht karamellisiert hilft es z.B. Puderzucker zu nutzen. Der schmilzt nämlich schneller und karamellisiert dadurch natürlich auch fixer als der übliche Kristallzucker.

      Liebe Grüße,
      Tina

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