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Kartoffelflecken mit Aprikosenmarmelade aus Kitchen Impossible

Tim Mälzer darf in der heutigen Kitchen Impossible Challenge nach München reisen und dort die Kartoffelflecken mit Aprikosenmarmelade von Maria Singer nachkochen. Die 90-jährige ist die Oma von Tim Mälzers Kontrahenten Christoph Kunz, Chefkoch in München im Alois – Dallmayr Fine Dining Restaurant, der dort zwei Sterne kocht. Oma Maria, wie sie von ihren Enkeln genannt wird, kocht die Kartoffelflecken oder auch Fleckerl schon seit über 50 Jahren auf diese Weise. Aus einem einfachen Kartoffelteig wird so durch Aprikosenmarmelade, Semmelbrösel, Butter und Puderzucker ganz einfach ein köstliches Dessert.

Oma Maria kommt ursprünglich aus Budapest in Ungarn und hat dort schon früh für ihre Familie gekocht. Die Einfachheit ihrer Gerichte ist das Besondere und sogleich auch Schwierige an ihren Gerichten. Das merkt man Tim Mälzer auch an, als er bei ihr Zuhause in der Küche steht und mit Eiern und Mehl den Teig immer weiter von dem entfernt was ihn für Maria ausmacht. Ein einfaches Rezept ist meist nicht teuer und besteht aus dem was „eben da ist“. D.h.: wenig Eier, denn diese waren schon immer teuer.

Das wichtigste am Kartoffelteig, das betont Maria Singer mehrmals, ist, dass dieser nicht zu fest wird. Der Teig muss weich und geschmeidig sein. Beim Kneten des Teiges habe ich immer wieder gedacht: „Das ist doch viel zu weich!“ Aber nein, wenn ihr dieses Gefühl in den Finger habt, sobald ihr den Teig für die Fleckerl knetet ist er genau richtig. Denn durch das Kochen im Wasser zieht das Mehl bzw. die Stärke an und macht den Teig viel fester, als er sich in der Hand anfühlt. Aber: eine wirklich gut bemehlte Arbeitsfläche ist das A und O, denn sonst lauft ihr Gefahr, dass die Kartoffelflecken festkleben.

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Möchtet ihr auch die leckere Bohnensuppe mit Nockerl von Oma Maria nachkochen? Dieses Rezept findet ihr ebenfalls auf meinem Blog >> Bohnensuppe mit Nockerl

Die Kartoffelflecken, oder auch Fleckerl, wie Maria die Süßspeise nenne, kannte ich bisher noch nicht. In Ungarn sind die süßen Teilchen aber auch heutzutage noch sehr populär, wie mir ein Freund erzählte. Geschmacklich erinnern sie mich sehr an Marillenknödel. Die süße, fruchtige Füllung, die knusprigen und buttrigen Brösel – da fühle ich mich sofort in den Sommer versetzt.

Mein Rezept ist dem Originalrezept aus der Kitchen Impossible Sendung nachempfunden, aber natürlich habe auch ich nicht die genauen Abmessungen von Oma Maria. Jedoch habe ich mir die Sendung mehrmals angeschaut und so viele Notizen wie möglich gemacht. Das Ergebnis war unglaublich lecker und ich habe auch nur ein Ei verwendet. Von daher bin ich mir ziemlich sicher, dass ich sehr nah dran bin am Original. Viel Spaß mit dem Rezept.

Ich freue mich sehr über euer Feedback zu meinem Rezept. Wie hat es euch geschmeckt? Wie ist es euch gelungen? Verratet es mir doch in den Kommentaren!

Kartoffelflecken mit Aprikosenmarmelade aus Kitchen Impossible
Kalorien: 200kcal

Zutaten

Für den Flecken Teig:

  • 300 g Kartoffeln
  • 1 Ei
  • 150 g Mehl
  • 40 g Butter
  • 1/3 TL Salz

Als Füllung:

  • 200 g Aprikosenmarmelade (ich liebe die von >> Staud *)

Zusätzlich:

  • 50 g Butter
  • 100 g Semmelbrösel

Zum Bestäuben:

  • ca. 2 EL Puderzucker

Zubereitung

  • Die angegebene Menge ergibt ca. 20 Kartoffelflecken mit Aprikosenmarmelade.
  • Kocht die Kartoffeln, pellt sie und drückt sie (noch heiß) entweder durch eine Kartoffelpresse oder streicht sie durch ein Sieb. Da ich keine Kartoffelpresse besitze, streiche ich die gekochten Kartoffeln immer durch ein Sieb.

Teig für die Fleckerl

  • Verknetet sie mit den restlichen Zutaten für den Teig und rollt ihn auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck aus. Besonders leicht tut ihr euch auf einem bemehlten Geschirrtuch. Der Teig sollte hier ca. 3 mm dick sein.
  • Schneidet nun Quadrate von ca. 10 cm. Hier müsst ihr nicht so genau arbeiten. Quadrate oder Rechtecke… eigentlich egal. Hauptsache, euch gefällt die Größe der Teigstücke.

Kartoffelflecken füllen

  • Auf jedes Teigstück kommt nun ein TL Aprikosenmarmelade. Oder Marillenmarmelade von Marillen aus der Wachau. Weil mein Liebster Letztere so gerne mag, habe ich mich für Wachauer Marille entschieden.
  • Streicht mit einem Pinsel Wasser auf die Ränder der Rechtecke und klebt sie zusammen.
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Fleckerl kochen und mit Butterbröseln servieren

  • Bringt einen Topf Wasser zum Kochen und kocht die Kartoffelflecken darin solange bis sie oben schwimmen. Das dauert ca. 3 Minuten. Herausholen und auf einem Teller zwischenparken.
  • In einer Pfanne bratet ihr die Semmelbrösel mit der Butter an und schwenkt die Kartoffelflecken darin.
  • Zuletzt noch mit reichlich Puderzucker bestäuben und schon könnt ihr die Kartoffelflecken mit Aprikosenmarmelade und Puderzucker servieren.

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15 Kommentare

  1. Anja

    „Auf jedes Teigstück kommt nun ein TL Aprikosenmarmelade. Oder Marillenmarmelade. Weil mei Liebster letztere so gerne mag, habe ich mich für Marille entschieden.“

    🙂

  2. Vera

    Klingt sehr lecker. Hast du festkochende oder mehlig kochende Kartoffeln verwendet und was genau ist der Unterschied zwischen Aprikosen und Marillen? Dachte immer, Marillen ist die österreichische Bezeichnung für Aprikosen….

    1. Tina

      Liebe Vera,
      ich habe festkochende Kartoffeln verwendet. Das ergänze ich noch im Rezept.
      Also, ich meine, dass Marille eine Bezeichnung für Aprikosen ist, die in einer bestimmten Region angebaut werden: die Wachauer Marillen z.B.. Geschmacklich sehr, sehr ähnlich, aber nicht gleich. Die Wachauer Marille ist etwas kleiner und intensiver im Geschmack als die handelsübliche Aprikose. Die üblichen Quellen sagen aber auch, dass Marille einfach die österreichische Beziechnung für Aprikosen ist.

      Viele Grüße,
      Tina

      1. Anja

        Hallo Tina,

        ich kenne auch Marille als österreichische Bezeichnung für Aprikosen. Hast du denn eine Quelle, dass es sich um unterschiedliche Sorten handelt? Würde mich interessieren… danke!

        Viele Grüße,
        Anja

        1. Tina

          Liebe Anja,

          ich meine, dass ich das mal irgendwo gelesen habe. Habe versucht eine Quelle zu finden… tue ich aber nicht. Vielleicht habe ich mir da etwas zusammengesponnen?
          Wo ich mir aber sicher bin: die Wachauer Marillen, schmecken anders als handelsübliche Aprikosen aus dem Supermarkt. Auch sind diese Marillen etwas kleiner und intensiver im Geschmack. Aer, es gibt ja auch verschiedene Aprikosensorten. Vielleicht habe ich das tatsächlich durcheinander gebracht und verschiedene Aprikosensorten mit Aprikose ist nicht gleich Marille gleich gesetzt?!

          Liebe Grüße,
          Tina

          1. Anja

            Hallo Tina,

            das glaube ich dir sofort – im Supermarkt habe ich noch nie maximal schmackhafte Aprikosen/Marillen erwischt 😉
            Und egal wie man die Frucht am Ende nennt, Hauptsache es schmeckt… bin immer noch versucht, das Rezept auszuprobieren, obwohl wir eigentlich keine süßen Fans sind 🙂

            Liebe Grüße,
            Anja

          2. Tina

            Hallo liebe Anja,

            stimmt hauptsache es schmeckt. Wenn ihr eigentlich keine Fans von Süßem seid, sind die Kartoffelflecken ja geradezu perfekt für Euch. Denn, wenn man den Puderzucker weglässt sind die Fleckerl gar nicht mehr so richtig süß.

            Liebe Grüße,
            Tina

  3. Lutz Moeller

    Hi Tina,

    ich hab ne Frage zu den Kartoffeln. Lässt man die abkühlen bevor sie gepresst und verknetet werden oder macht man das direkt nach dem Kochen wenn sie noch heiß sind?

    Danke!

  4. Christian

    5 stars
    Hallo Tiina,

    danke für die Weitergabe der vielen tollen Rezepte. Habe bereits drei der Gerichte erfolgreich nachgekocht, obwohl ich wenig Übung in der Küche habe. Heute folgt Nummer vier! 🙂

    Danke und liebe Grüße aus Westfalen
    Christian

  5. Simon

    5 stars
    Hallo Tina

    Hat nicht lange gedauert das ich das nächste Rezept ausprobieren musste,
    Da ich ein riesen Fan vom Tim bin und mich mit ihm identifizieren kann und das
    Rezept mein Interesse weckte, hieß es ran an den Herd.
    Die Flecken sind zu meinem erstaunen super locker und leicht nicht schwer wie Marillenknödel.
    Hatte leider nur noch Darbo Marillenmarmelade zu hause keine Self-made mehr
    Hab sie aber mit ein paar tropfen Rum und Zitronen-abrieb verfeinert kleiner Konditor Trick sonst war sie mir einfach ein bisschen zu fad.
    Macht btw. auch jeden Krapfen einzigartig haben wir in der Backstube immer so gemacht.
    Und anstelle von Semmelbrösel hab ich 2 alte Croissants getrocknet und als Brösel verwendet.
    Wird nicht lange dauern bis du wieder von mir hörst und danke für die ganze mühe die du dir da machst die Rezepte zu analysieren und nachzukochen ich wäre viel zu faul dafür also weiter so
    lg Simon

    1. Tina

      Lieber Simon,

      was für eine geniale Idee alte Croissants zu Bröseln zu mahlen! Das muss ja himmlisch schmecken! Das probiere ich bei der nächsten Gelegenheit sofort aus! Auch das Verfeinern der Marillenmarmelade ist eine super Idee. Das macht die Füllung sofort interessanter.

      Liebe Grüße,
      Tina

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